Waldameise
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     Alles ist Mitteilung
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    In dem heiligen Schweigen, in der großartigen Ruhe der Natur liegt der höchste Trost für den, der ihre Sprache versteht.
    Fanny Lewald






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    Nachtgeflüster

    Ich sitze gern zu später Stunde am Rechner. So eine Urlaubswoche daheim hat also auch was. Draußen vorm Fenster hat sich der Tag schlafen gelegt und schnarcht leise vor sich hin. Nur der Wind trägt von fern die Geräusche der Schnellstraße zu mir herüber und ab und an fährt auch hier noch ein Spätheimkehrer vorbei. Ansonsten Stille.

    Seit ein paar Tagen bzw. Nächten musizieren die Frösche in einem Tümpel hier in der Nähe. Ich liebe dieses nächtliche Konzert. Da ist immer einer, der sich irgendwie besonders hervorquaken muss. Sicher der Leitfrosch oder so.



    Da euch die Wildblumen so gefallen haben, hab ich euch noch ein paar Fotos mitgebracht. Wenn es rings um den Monitor dunkel ist - so wie jetzt - kommen die Farben so richtig schön raus, habe ich gerade festgestellt. Fotos sollte man immer im abgedunkelten Raum anschauen, dann kommen sie so richtig zur Geltung.



    Ist so eine Wiese nicht ein Traum? So viele wunderschöne Blümchen mit den unterschiedlichsten Farben und Formen. Da lohnt es sich, mal genauer hinzuschauen ...



    Welch ein Tummelplatz für Bienchen, Hummeln, Grashüpfer, Käfer und manch anderes Krabbeltierchen. Schon aus diesem Grund hab ich mir überlegt, es kommendes Jahr auch mal mit so einer Mischung zu versuchen.

    Ich hatte es vor Jahren schonmal ausprobiert, aber da kamen nur ganz wenige Pflänzchen und das Unkraut wucherte schließlich alles zu. Irgendwas muss ich damals falsch gemacht haben.



    Aber wenn ich diese Pracht so sehe, bekomme ich große Lust, es noch einmal zu versuchen.

    Hat es jemand von euch - die ihr Gärten habt - schonmal versucht? Es gibt ja die unterschiedlichsten Mischungen ... und meistens brauchen diese Blümchen nur einen kargen Boden, wie ich gelesen habe. Zumindest bestimmte Sorten.



    In vielen Ortschaften findet man inzwischen solche Wiesen. Sie verschöneren die Wiesenränder an den Straßen und Plätzen. Ich finde das wunderschön.

    Vielleicht habt ihr ja auch Lust bekommen ...

    Waldameise 10.07.2012, 23.29 | (8/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Feldwege



    So schön es auch im Wald ist, ... gern, sehr gern wander ich auch auf Feldwegen durch die Landschaft. Hier ist es die Weite, der Geruch von Heu und Kamille, der liebliche Gesang der Lerche, die Feldblumen und der freie Blick über die Landschaft und den Himmel, die mich so faszinieren.



    Am schönsten sind auch hier die Abendstunden ...



    ... dafür kann man sich am Tag an dem herrlichen Wolkenhimmel erfreuen, sofern man so ein Postkartenwetter erwischt, wie es mir gestern vergönnt war ...



    Mal wieder mit der Decke auf die Wiese legen und feststellen, wie wunderbar und faszinierend die einzelnen Welten auf unsere Erde sind. Die kleine in der Wiese und die große da am Himmel ... und ihr dazwischen als stiller Beobachter.



    Ich stelle mir dann immer vor, wie es wäre, dort oben in die Wolkenberge einzutauchen und den Wolkenbadeschaum dabei wegzupusten, der mir die Sicht nimmt. Alles ist schwere- und mühelos da oben ... und ich würde vermutlich fast vergessen, besser aufzupassen, dass mir kein Segler um die Ohren fliegt ... ;-)



    Es gibt soviel Schönes zwischen Himmel und Erde ... und schadet ganz sicher nicht, wenn man dafür das weniger Schöne mal für einen Augenblick vergisst.

    An solchen Orten wie diese gelingt das ganz sicher. Probiert es doch wiedermal aus ...



    Heute las ich in der Zeitung von tausenden Menschen, die sich auf den verschiedensten Festen hier in der Umgebung am Wochenende ihres Lebens erfreuten. Viertausend bei dem ... dreitausend bei jenem Fest, und so soll es auch sein. Hier treffen sich Menschen zum gemeinsamen Feiern ... das ist sehr schön, denn für jeden Geschmack ist etwas geboten.

    Und dennoch ... die Menschen, denen ich bei meiner Wanderung begegnet bin, konnte ich an der Hand abzählen.


    Waldameise 09.07.2012, 22.41 | (20/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Sommer



    Du summst dich
    durch meine Seele
     mit Bienenflügelchen,
    föhnst mein Haar
    im heißen Sonnenwind,
    polterst donnergrummlich,
    kochst Wolkengemüse,
    plapperst Froschkauderwelsch,
     flüsterst mir federleichte
    Amselsommermelodien
    ins Ohr,
    betäubst mich mit
    Lindenblütenlavendelparfüm,
    blinkst nachts irrlichtig
    durch meinen Garten
    als glühendes Würmchen,
    füllst mein Horn mit Blumen und Ähren,
    meinen Bauch süßkirschenrandvoll
    und
    ziehst mir das letzte Hemd aus.


    (c) Waldameise

    (verfasst an einem heißen Sommertag
    im schwebenden Zustand )


    Waldameise 08.07.2012, 20.15 | (20/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Bewegtes

    Was für eine Woche. Zumindest rein wettertechnisch sehr außergewöhnlich. So viele Unwetter in Folge habe ich selten erlebt. Eigentlich kann ich mich gar nicht erinnern, es je so intensiv und weit verbreitet erlebt zu haben. Es gab ja fast keine Gegend, aus der keine Schadensmeldungen kamen.



    Vorgestern Abend braute sich zum zigsten Male etwas am Himmel zusammen. Hinter dunklem Himmel zog eine schneeweiße Wolkenkette auf uns zu ...



    Auf dem Foto mag es harmlos wirken, aber ihr hättet sehen sollen, mit welcher Geschwindigkeit sie erst auf uns zu und gleich darauf weiter zog. Nicht weit von hier gab es dann einen Hagelschauer mit großen Hagelkörnern, die sich noch einen Tag später am Straßenrand stauten.

    Auch im Waldheiligtum war das letzte Unwetter nicht spurlos vorbei gezogen, wie ihr hier sehen könnt ...



    Ich musste es fotografieren. Der Anblick von der weinenden Mutter inmitten der umgestürzten Bäume hat mich tief berührt. Lange Zeit musste ich dort verharren und die Stimmung aufnehmen. Es wirkte wie ein Botschaft auf mich, wenn ihr versteht. Es ist nicht mit Worten zu beschreiben. Ihr wisst ja, dass ich diesen Ort sehr liebe und öfter dort verweile.



    Am späten Abend habe ich dort noch nie jemanden angetroffen. Es ist so wunderbar ruhig dort, man hört nur die Vögel ihr Abendlied singen und allenfalls ein Mäuschen durchs Gestrüpp huschen ... und das Licht, das am Waldrand einströmt, taucht den Ort zudem in einen ganz eigenen Zauber. Als wär alles andere so unendlich weit fort.



    Meinem Gärtlein scheinen die Unwetter zum Glück nicht viel ausgemacht zu haben. Das Wasser wurde dankbar angenommen. Die Phloxe beginnen zu blühen. Mein Lieblingsphlox ist dieser weiße hier ...



    ... obwohl ich den roten auch sehr liebe, aber damit habe ich weniger Glück. Zudem sind die Schnecken ganz wild darauf. Durch den vielen Regen gibt es einfach zu viele.
    Im kommenden Jahr werde ich einiges tun müssen, die Erde austauschen und neue Pflanzen setzen, damit es wieder richtig schön aussieht. Im Hintergrund, den Blutweiderich, den mag ich auch sehr. Und die Malven, die auch die Feuerwanzen mögen ...



    Soweit ein kleiner Plausch über den Gartenzaun. Muss auch mal sein. Bald nehme ich euch mit zu einer kleinen "Dorfrunde" ... pssst, ich hab nämlich eine Woche Uuuurlaub.

    Also bis bald. Macht es gut ... eure Waldameise.

    Waldameise 07.07.2012, 11.58 | (22/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Jetzt ...

    muss ich euch aber gaaanz schnell informieren, dass sich die (Migräne-)Wolken inzwischen verzogen haben, bevor ihr mir hier weiterhin so mitfühlend eure Besserungs-Wünsche hinterlasst. Ganz lieben Dank dafür. Leider trage ich diese Last schon seit ca. 40 Jahren mit mir herum, und es gibt Tage, da ist es schon echt richtig heftig. Aber wie gesagt, es geht mir wieder gut und das Wochenende steht auch vor der Tür. Ich hab also keinen Grund mehr zu klagen.

    In der großen Hoffnung, dass es auch euch gut geht, wünsche ich euch allen von Herzen ein ...


    Waldameise 06.07.2012, 17.26 | (10/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Schädelwaih

    Der Schmerz wird immer schlimmer,
    ich lauf umher im Zimmer,
    doch nichts verändert sich.

     Es stechen Kopf und Glieder
    und ich frag immer wieder:
    Warum gerade ich?

    Verbreite gerne Freude,
    tu keinem was zu Leide,
    trotzdem erwischt es mich.

     Fühl nichts mehr in den Händen,
    wie soll der Tag bloß enden,
    wenn das Messer sticht?

    Weshalb die Qualen heute,
    sie rauben Lebensfreude,
    und ich bin nicht mehr ich.

    Niemand kann mir helfen,
    nichtmal Feen und Elfen,
    und das bekümmert mich.

    (c) Waldameise


    Waldameise 05.07.2012, 16.04 | (14/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Seele

    Manchmal sitzt er zu deinen Füßen und schaut dich an,
    mit einem Blick so schmeichelnd und zart,
    dass man überrascht ist über die Tiefe seines Ausdrucks.
    Wer kann nur glauben, dass hinter solchen strahlenden Augen keine Seele wohnt!

    Théophile Gautier (1811 - 1872)
    französischer Lyriker


    Waldameise 04.07.2012, 14.43 | (11/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Perfekt

    Heute sah ich sie wieder. Wie immer korrekt gekleidet, ganz so, wie man sich eine vorbildliche Mutter eben vorstellt. Das absolut faltenfreie Kostüm in beige passte zu ihrem dezent geschminkten Gesicht und der top gestylten Frisur. Ihr Gang zielstrebig und geradeaus.

    Genau so hab ich sie in Erinnerung. Als wäre die Zeit stehen geblieben.


    Schon in der Schulzeit unserer Kinder war sie mir aufgefallen. Wie sie als Elternvertreterin selbstbewusst das Zepter in die Hand nahm und mutig die Meinungen der Eltern vertrat, während ich mich in meinen schlichten Jeans hinter der schmalen Schulbank wie ein Schüler fühlte, der seine Hausaufgaben vergessen hatte.


    Wie ich sie für ihre Selbstsicherheit bewunderte und mich in solchen Momenten immer noch ein wenig kleiner fühlte. Ich, die “einfache Frau” aus dem “einfachen Viertel”, die lieber gern im Hintergrund blieb. Was wusste ich schon?


    Ich erinnere mich an heiße Debatten, in denen es darum ging, ob man nun Schokomilch in das Versorgungsprogramm der Schüler mit aufnehmen solle, oder ob Vanillemilch den Ansprüchen unserer wiss- und milchbegierigen Kinder genüge. Wie hat sie sich ins Zeug gelegt, damit den unterschiedlichen Geschmacksbedürfnissen unserer Kinder auch in der Schule genüge getan würde. Sowas kann nur eine taffe Person. Und sie hatte Erfolg.


    Den hatte auch ihre Tochter, was bei der gewiss perfekten Erziehung nicht groß verwundert. Sie wurde eine tolle, hoch anerkannte Persönlichkeit, die im Ausland studierte und dort auch gleich Fuß fasste.

    Sie sei unheimlich stolz, hat sie mir heute versichert, und sie freue sich schon auf ihren 50. Geburtstag in drei Wochen. Dann würde sie ihre Tochter nach so langer Zeit wiedersehen und auch endlich ihre fünfjährige Enkelin kennenlernen.


    Ich hätte gern noch ein Weilchen weiter geplaudert, aber ich musste meinen Enkelsohn vom Kindergarten abholen.


    (c) Waldameise

    Waldameise 04.07.2012, 11.23 | (9/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Verweilen ...

    verharren ... ruhen, könnt ihr das (noch)? Euch Zeit nehmen, einfach still sitzen und den Blick mal genauer auf etwas “Seiendes” richten, wie auf ein Kunstgemälde, dessen viele Details erst bei genauerer Betrachtung auffallen.


    Die Augen sind so vielen Reizen ausgesetzt, dass ich mich zuweilen dabei ertappe, Wichtiges zu übersehen. Das fängt beim Zeitungslesen an. Manchmal, wenn ich nach einem bestimmten Artikel suche und die Zeitung, die ich schon zur Ablage gegeben hatte, nochmal durchblättere, fallen mir Fotos oder Artikel auf, die mich sehr interessieren, aber von mir übersehen wurden. Dann frage ich mich, wie das sein kann, wo ich doch jede Seite angesehen habe.



    Ja, die Zeit ist knapp und man kann unmöglich alles lesen. Aber genau aus dem Grund filtere ich ja auch und trenne für mich Unwichtiges mit Wichtigem, und achte auch darauf. Und doch habe ich mir diesen "Überfliegerblick" angewöhnt. Und sicher nicht nur ich. Ich denke, das betrifft die meisten Menschen heutzutage.



    Leider ist das so bezeichnend für das Leben allgemein, so fühle ich zumindest. Alles ist hektisch, das Hamsterrad dreht sich viel zu schnell, und zu sehen ist nur ein flimmernder Kreis. Ich frage mich ... ist so unser Leben geworden? Oder liegt mein Empfinden nur daran, dass ich nicht zur “schnellen Sorte” gehöre? Wie dem auch sei, ... wie die Uhr heute auch zu ticken scheint, ... es ist nicht mein Rythmus.



     

    (Mir fällt gerade auf ... auch in meinen Texten mache ich diese Punkte für Pausen ... imgrunde ist es doch so, gell?)

    In vielen Filmen ist das ja heute beabsichtigt. Diese ruckende, schnelle Kameraführung finde ich persönlich scheußlich. Nicht nur, dass sie mich kirre im Kopf macht, ich finde sie so bezeichnend für die Oberflächlichkeit, die sich mehr und mehr breit zu machen scheint.

    Husch husch ... schnell schnell ... hauptsache heftige Effekte ... keine Zeit für sinnreiche Details, für eine lebendige, rationale Handlung ... zu langweilig ... das interessiert keinen und bringt kein Geld.



    Als Kind habe ich Bonbonpapier gesammelt, weil mir die Bildchen so gefallen haben. Die Illustrationen in meinen Lieblingsbüchern hätte ich blind nachzeichnen können. Jedes Käferle, das mir im Wald über den Weg lief, habe ich voller Faszination betrachtet ... jedes Detail. Ich versuche das auch heute noch, unbedingt, denn so gibt es immer wieder neues zu entdecken ... neue kleine Welten. Und manchmal ist sogar ein Wunder dabei, auf das so mancher vielleicht ein Leben lang wartet.



    Die Natur ist ein Künstler und ihre Kunst kann man kostenlos betrachten ... so oft und so ausgiebig man will. Nehmt euch (mal wieder) die Zeit fürs Detail ... und glaubt mir, es lohnt sich.



    Waldameise 03.07.2012, 20.02 | (14/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Nacht des Schreckens

    Unter dem Thema "Gefürchtetes" kann ich hier zum Glück selten etwas abspeichern. Hab ich das überhaupt schonmal? Ich weiß es nicht, ich weiß nur, dass ich grad ein Weilchen am Überlegen war, welchen Titel ich diesem Eintrag gebe. "Horrornacht" ... "Dem Wahnsinn ins Auge geschaut" ... "Dauerstürmisches" ... "Geblitztes" ... "Juni verabschiedet sich mit Getöse" ... ach, so vieles fiele mir noch ein, was diese Nacht umschreiben könnte.



    Ich kann mich nicht erinnern, wann ich sowas das letzte Mal erlebt habe. Bei meiner Gabe, manche Dinge vorher zu ahnen, hätte es mich eigentlich nicht überraschen müssen. So erinnerte ich mich neulich daran, dass es früher oftmals Unwetter gab, an denen es am hellichten Tag rabenschwarze Nacht wurde. Das letzte lag jedoch schon viele viele Jahre zurück, wenn nicht Jahrzehnte. Ja, irgendwie ahnte ich es da schon, dass es wohl wiedermal soweit sei.



    Der ganze Tag war extrem schwül und heiß und nicht nur das Tigerle suchte verzweifelt nach einem schattigen Platz.



    Ich wette, in jenen Stunden hätte er sein Fell gerne gegen eine leichte Baumwollhaut eingetauscht. In den Räumen war es so warm, wie ich es im Winter gern hätte. Aber das schafft kein Heizkörper. Schade, dass man diese Energie nicht speichern kann.



    Ich ahnte also nichts Gutes, als sich plötzlich am Himmel dieses Bild ergab. Man beachte unsere Tanne, die zu diesem Zeitpunkt noch aufrecht steht. Kurze Zeit später änderte sich das abrupt, als ein heftiger Sturm aufkam. Ich musste das Fenster schließen und konnte nur noch durch die Scheibe fotografieren. Seht ihr am Rande die Tanne, wie sie sich ins Bild neigt ...



    Leider ist das Foto unscharf, aber ich denke, die Bedrohlichkeit, die von dieser Wetterfront ausging, ist dennoch gut zu erahnen.

    Das war der Beginn einer nicht enden wollenden Reihe von Unwettern, die uns bis jetzt begleiten. Im Moment ist hier Ruhe nach (dem letzten) und vor (dem nächsten) Sturm.

    Das erste Unwetter gestern Abend machte den Tag zur Nacht. So dunkel, wie ihr hier sehen könnt, war es wirklich ...



    Ihr müsst euch vorstellen, dass hier kurz davor noch die Sonne schien!!!

    Das ist der Blick über die Hecke auf die Straße. Und hier zu den Nachbarhäusern gegenüber ...



    Links das Licht gehört zu einem Hauseingang, die anderen zwei sind Reflektionen auf Verkehrsschildern, und die Straßenlaterne ... alles durch das Fenster aufgenommen. Überall hörte man es scheppern und einmal kam "ein Sonnenschirm" die Straße entlang, dessen Stiel Funken sprühen liess ... zwischenrein Hagelkörner, bedrohliches Heulen des Sturmes und ein nicht enden wollendes Blitzezucken und Donnergrollen. Das Wasser peitschte waagerecht gegen die Fensterscheiben und drang an einigen Stellen ein.
    Ich sag`s euch ... es war höllisch. Ein Unwetter jagte das nächste und an Schlaf war nicht zu denken.

    Zum Glück halten sich die Schäden an meinen Gartenpflanzen in Grenzen. Nur die Tanne hat ihre Neigung noch nicht verloren. Ich bin heilfroh, dass wir diese Nacht unbeschadet überstanden haben und hoffe, dass das auch für die kommenden Gewitter gilt. Leider sind nicht alle mit einem blauen Auge davon gekommen, wie ihr sicher schon in den Nachrichten gehört habt.

    Ich hoffe von Herzen, dass auch ihr da draußen alle gut durch diese Nacht gekommen seid und keine Schäden zu beklagen habt!!!

    Auf eure lieben Kommentare im vorletzten Eintrag habe ich direkt dort geantwortet.
    Habt einen guten Sonntag. Bis bald ... eure Waldameise.




    Waldameise 01.07.2012, 10.46 | (25/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

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    Wissenschaft genügt nicht, um die Sprache der Natur zu verstehen. Für viele Menschen sind Poesie und Kunst verständliche Dolmetscher.
    Friedrich Ratzel





    In den Wäldern sind Dinge,
    über die nachzudenken

    man jahrelang
    im Moos liegen könnte.
    Kafka








    Die Erinnerung ist
    das einzige Paradies,
    aus dem man nicht
    vertrieben werden kann.
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