Waldameise
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    Geschichten
    über meine
    Begegnungen
    in der Natur ...
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     Alles ist Mitteilung
     in der Natur
     Bettina von Arnim


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    In dem heiligen Schweigen, in der großartigen Ruhe der Natur liegt der höchste Trost für den, der ihre Sprache versteht.
    Fanny Lewald






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    Willkommen

    Hinter Rosen und Buchshecken
    wollt` ein Pflänzlein sich verstecken.

    Im Verborgnem ist`s erblüht,
    hoffte, dass es keiner sieht.

    Doch bei meinen Gartenrunden
    habe ich es dann gefunden.

    Und so schenkte es mir heute
    eine unverhoffte Freude.

    (C) Waldameise



    Ich weiß nicht, wie es heißt und wie es in meinen Garten kam, aber ich freue mich sehr über das zarte, kleine Pflänzchen mit den niedlichen Blüten und ebenso zarten, schön geformten Blättern. Es trifft ganz genau meinen Geschmack.

    Einen guten Start in die neue Woche!



    Waldameise 26.08.2012, 22.03 | (8/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Nur eine Stunde im grünen Wald



    Nur eine Stunde von Menschen fern,
    Nur eine einzige Stunde!
    Statt der tönenden Worte des Waldes Schweigen,
    Statt des wirbelnden Tanzes der Elfen Reigen,
    Statt der leuchtenden Kerzen den Abendstern,
    Nur eine Stunde von Menschen fern!



    Nur eine Stunde im grünen Wald,
    Nur eine einzige Stunde!
    Auf dem schwellenden Rasen umhaucht von Düften,
    Gekühlt von den reinen balsamischen Lüften,
    Wo von ferne leise das Echo schallt,
    Nur eine Stunde im grünen Wald!



    Nur eine Stunde im grünen Wald,
    Nur eine einzige Stunde!
    Wo die Halme und Blumen sich flüsternd neigen,
    Wo die Vögel sich wiegen auf schwankenden Zweigen,
    Wo die Quelle rauscht aus dem Felsenspalt,
    Nur eine Stunde im grünen Wald!

    Auguste Kurs



    Waldameise 26.08.2012, 18.27 | (12/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Wertbeständig

    Sie ist eine begnatete Künstlerin,
    ihr Stil ist unverwechselbar, unvergleichlich,
    einzigartig.
    Filigran bis prächtig sind ihre Werke,
    unzählbar, fantastisch die Auswahl ihrer Farben und Formen,
    unerschöpflich ihr Ideenreichtum.

    Ihre Kunst ist immer modern,
    manchmal vergänglich und doch ewig.
    Was zerfällt, entsteht neu.
    Sie fasziniert, berauscht,
    überwältigt
    und erschöpft.

    Ihre Kunst ist allgegenwärtig
    und überall dort,
    wo DU es mit DEINEN Sinnen vermagst,
    sie zu erfassen.

    (Waldameise)





    Waldameise 25.08.2012, 20.40 | (10/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Vergänglicher Schmuck

    In dumpfig, schwülen Sommernächten,
    wenn die Landschaft schwer atmet
    und die Hitze des vergangenen Tages wieder abgibt,
    dann sind sie wieder unterwegs ...
    zu Hunderten und weit mehr.

    Emsig, lautlos werfen sie ihre Netze aus
    über Wiesen und Felder,

    Perlenfischer.




    Am frühen Morgen sind ihre Netze voller Perlen ... zauberhafter kleiner Tauperlen. Sie glitzern und schimmern im rötlichen Schein der Morgensonne wie aneinandergekettete winzige Kristalle.
    Dieses einmalige Licht am Morgen, die Stille und wunderbare Stimmung geben mir das Gefühl, in der Wiese herrsche für eine paar Minuten eine Festtagsstimmung ...



    Sommermorgenball ... Altweibersommerfest ... Erntefest ... ja, auch das würde passen ...



    Ich habe die Stimmung an jenem Morgen so sehr genossen, dass ich euch noch ein paar von einzelnen festgehaltenen Momenten zeigen möchte.
    Für eure lieben Gedanken dazu im letzten Eintrag danke ich euch herzlich.

    Seht ihr es auch? Ja?
    Ich denke, nicht nur ich hab das Gefühl, irgendwo ... ganz in der Nähe hatte sich schon der Herbst versteckt ...



    Als hätte er schon seinen schmalsten Pinsel eingetaucht, um ein wenig mitzumischen, gell?

    Und wenn ich dieses Foto betrachte, muss ich unweigerlich an Herrn Spitzweg denken ... lach, es fehlen nur noch ein paar Schmetterlinge ...



    Welch schöne Momente .. leider viel zu kurz ... auch für den Perlenschmuck, der langsam vergeht.

    Und doch staune ich immer wieder über diese kleinen Meisterwerke ...




    Danke, dass ihr mich begleitet habt.




    Waldameise 22.08.2012, 21.08 | (30/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Sommermorgen



    Zieht sich im Tal die Nacht zurück,
    erwacht das Leben Stück für Stück.





    Der letzte Traum, ein blasser Zwerg,
    verkriecht sich lautlos hinterm Berg.





    Am Horizont ein rosa Band,
    der Traktor rollt schon übers Land.





    Ein Käfer lädt die Grille ein
    zum morgendlichen Stelldichein.





    Man trifft sich unterm Glockenhut,
    dort plaudert sich`s besonders gut.





    Die Sonne blinzelt durchs Geäst,
    und schwebt mit einem Nebelrest ...





    ... auf perlentaugeschmückten Wiesen.

    Welch Glück, den Tag so zu begrüßen!


    (C) Waldameise



    Waldameise 19.08.2012, 04.53 | (27/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Mit einem Stoffbeutelchen

    ... bin ich vor zwei Wochen losgezogen. Ihr kennt sie sicher, diese kleinen handlichen Beutel aus Baumwolle, in denen man allerhand Nützliches unterbringen kann. Den meinen zierte eine schöne Sonnenblume, und das hatte seinen Grund. Wollte ich doch in diesem Beutelchen all meine Eindrücke sammeln, die ich während meines Urlaubs würde gewinnen können.



    Der Sommer meinte es gut mit mir. Schon vor der Haustür legte er mir reichlich Eindrücke auf den Weg. Wunderschöne Blümchen, Stockrosen und Goldruten z.B., die im Sonnenlicht leuchteten und unzählige Bienchen und anderes Fluggetier anlockten. Hortensien mit ihren wunderschönen Blättern, die ich so liebe ...



    In einem anderen Garten konnte ich die schönsten Rosen und Schmetterlingsflieder einsammeln ...



    * * *



    ... und an wieder anderer Stelle diesen wunderschönen Hibiskusstrauch ...



    Ja, imgrunde lagen die schönsten Eindrücke überall verstreut, wuchsen auf Wiesen, in Gärten und Wäldern, und sogar auf den Bergen ...



    * * *



    Ihr könnt euch nun sicher vorstellen, dass ich mit meinem Stoffbeutelchen mit der schönen großen Sonnenblume nicht sehr weit kam. Um all diese herrlichen Eindrücke einsammeln zu können, musste es schon ein größerer Rucksack sein. So einen, wie ihn die Wanderer benützen, die den ganzen Tag unterwegs sind, und für ihre kilometerlangen Wanderungen Vesper, etwas zu trinken und vielleicht eine Decke mitnehmen wollen.

    Wer nun meint, dass dieser dann ausgereicht hat, kennt den Sommer nicht. So herrlich all die Blümchen auch sind, so sehr sie mich auch beeindruckten und obwohl ich gar nicht genug davon einsammeln konnte, ... gab es doch noch viel viel mehr an Eindrücken, ja, wundervollen Dingen und Stimmungen, die ich mitnehmen konnte. So viel, dass ich sie irgendwann gar nicht mehr tragen konnte. Lasst euch überraschen ... ;-)


    Waldameise 17.08.2012, 20.40 | (17/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Wacholderheide

    Es gibt einen wunderbaren Ort, von dem ich euch glaub noch nie erzählt habe. Dabei gibt es einige davon hier auf der Alb ... die Wacholderheide.



    Wer mehr darüber wissen möchte, kann dies HIER nachlesen.



    Ich mag diesen Ort, der so ursprünglich auf mich wirkt. Ich weiß nicht warum, aber an solchen Orten habe ich das Gefühl, in die Kinderzeit meiner Großmutter einzutauchen. Vielleicht, weil mir diese Szenen von alten Gemälden bekannt sind. Weit und breit keine Industrie, nur Landschaft ... mit den schönen Heiden, auf denen Schäfchen grasen.



    Ich bin zwar leider keinen Schäfchen begegnet, dafür habe ich meinen Blick in die Ferne schweifen lassen und mich an den Pflänzchen erfreut, die auf dieser kargen Erde blühen.



    Diese kleinen Welten am Wegesrand ... und manchmal auf einer Wacholderheide, sind es, die mich immer wieder so erfreuen ...


    Waldameise 16.08.2012, 15.45 | (12/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Gänsemarsch



    * * *



    * * *


    Waldameise 15.08.2012, 22.47 | (15/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Der Sommer ...

    geht in die nächste (vielleicht letzte?) Runde. Noch kann ich also meiner Sammelleidenschaft frönen und alles aufsammeln, was er uns in seiner Großzügigkeit vor die Füße legt, in die Landschaft webt oder in den Himmel hängt. Teppiche aus Sommerblumen und Stoppelfeldern, grüne stachelnadlige Waldtapeten, Wattewölkchen-Windspiele und ... meine schönsten Sammelobjekte ... Abendstimmungen.
    Ach, und nicht zu vergessen all das, was er mir ins Ohr zwitschert. Hummelbienengesummsel ... Vogelherzschmerzsongs ... Grillengezirpe. Wie ich es liebe.



    Schön ist es, all diese Stimmungen aufnehmen zu können, ... ich mag es ... genieße es, obwohl sie immer von diesem Schmerz begleitet sind. Diese Traurigkeit, die ich in den scheinbar schönsten Momenten in meinem Herzen spüre. Vorallem in den ganz stillen, in denen ich mich ein wenig einsam fühle ... verlassen. Das wird nie ganz aufhören, ich weiß es. Es gehört halt dazu, wie die Erinnerungen, die mir bleiben und für die ich genauso dankbar bin, wie dafür, immer noch Freude an all diesen wundervollen Dingen empfinden zu dürfen. Welch ein Glück, welch ein großes, unvergleichliches Glück. So danke ...



    Die Abendstimmung nach einem Gewitter ist etwas wundervolles. Die letzten Wolkenfetzen ziehen durchs Tal und werden vom Abendlicht mild angestrahlt. Die Erde ist dampfig und entwickelt diesen einmaligen Geruch, den ich so mag. Von den Blättern der Bäume tropft aufgesammelter Gewitterregen ... und ich lausche ... etwas ist anders ... es ist die Ruhe nach dem Sturm ...



    Ist es einer der Momente, in denen einem das Leben etwas vorgaukelt? Eine heile, schöne Welt. Ist es wirklich so? Ist das wirklich eine Täuschung? Das kann nicht sein. Diese kleinen Welten haben ihren Sinn. Geschaffen für die Sinne, die man uns mitgegeben hat. Dem einen mehr, dem anderen weniger. Ich wünschte nur, es würden mehr Menschen erkennen, dass das Kostbarste auf Erden unbezahlbar ist. Und ich wünschte uns allen mehr Möglichkeiten, das begreifen zu lernen.



    Es ist ungewöhnlich ruhig da draußen. In vielen Häusern sind die Rollläden herunter gelassen. Urlaubszeit.

    Wo auch immer ihr diese Zeit verbringen mögt ... zuhause oder irgendwo in der weiten Welt ... ich wünsche euch eine schöne, sorgenfreie und erholsame Zeit ... mit Eindrücken für all eure Sinne.



    Waldameise 13.08.2012, 21.16 | (19/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Sommerlicher Schlemmer-Eintopf

    Im Sommer
    kocht Mutter Natur
    mit Geschmacksverstärker.

    (c) Waldameise




    Ich weiss nicht, wie ich es anders beschreiben soll. Alles ist irgendwie deftiger, würziger, intensiver als sonst. Manchmal habe ich das Gefühl, gar nicht alles aufnehmen zu können, was mir da draußen an Eindrücken geboten wird. Und ich meine nicht die modegeschmacklich verirrten Menschen, denen ich in der Stadt begegne. Was bin ich froh, ländlich zu leben und meinen Augen soviel Schönes, Naturreines und Unverfälschtes anbieten zu können. Hier kann ich mich niemals sattsehen ...



    Wenn schon morgens die feuchtwarme Luft übers Land wabert und sich am Horizont die Sonne glutrot in den Tag schiebt, bedauer ich es manchmal, nicht frei zu haben und da draußen sein zu können ...



    Luftig leicht bekleidet, ohne einengende Hose, Jacke und Gedanken würde ich mir die Morgensonne ins Gesicht tupfen oder ein kühles Bad im Schatten des Waldes nehmen .... der Stille lauschen und mich an dem Augenzwinkern und leisen Kichern der Sommerelfen erfreuen.



    Sehnsüchtig schaue ich dann aus dem Busfenster, während mich sogenannte Sommerhits zurück in den Alltag holen. Aber wem geht es nicht so. Wer würde nicht gern viel lieber in den kalten, dunklen Monaten länger arbeiten und dafür im Sommer mehr Zeit für die Anregung seiner Sinne haben.

    Hundert zauberhafte Momente,
    wie weiße Blütensternchen auf einem zartgrünen Zweig.
    Sammel sie ein, bewahr sie in deinem Herzen
    für dunkle, schwere Zeiten.

    (c) Waldameise



    Mir fällt gerade die Stille da draußen auf. Eher ungewöhnlich für einen Samstag. Offensichtlich sind doch schon einige in den Urlaub gefahren. Kein Rasenmäher, kein Hämmern, kein Sägen ... ja, nichtmal der übliche Verkehrslärm. Fährt denn heute keiner in den Bau- oder Gartenmarkt?



    Seht ihr den Wetterhahn auf der Kirchturmspitze? Ich finde ihn goldig. Wenn ihr ganz still seid, könnt ihr vielleicht sein fröhliches Kikerikiiiie hören ... kein Wunder bei diesem herrlichen Himmel, gell?

    Eine Waldameise hat es schön. Schaut doch mal, wie es von da unten am Feldboden ausschaut ...



    Auch nicht übel, stimmt`s? Seht ihr, so ein Anblick bleibt den Menschen verborgen.

    Dafür kann ich nicht über Sonnenblumenfelder schauen ...



    Aber keine Angst ... für jeden gibt es etwas zu entecken da draußen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Mutter Natur hat ihre Tafel reichlich gedeckt, auch wenn sie es manchmal mit der Würze ein wenig übertreibt ... ;-)



    Der Sommer ist wie ein großes reifes Kornfeld
    und die Ackerwinde sind die Tage,
    die sich durch ihn hindurchschlängeln.
    Wieviele Blüten sich dabei öffnen,
    liegt auch an an uns selbst.


    (c) Waldameise



    ... hmmm, eigentlich sollte an dieser Stelle Schluss sein. Aber dann dachte ich mir, bevor die Erntemaschinen anrücken, stell ich lieber ganz schnell noch dieses Bild hier rein ...



    ... und verabschiede mich für ein Weilchen in die ...

    * * *

    S * O * M * M * E * R * P * A * U * S * E

    * * *



    ... bis auf Widerruf,

    alles Liebe ... eure Waldameise!

    Waldameise 28.07.2012, 19.49 | (27/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

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    Wissenschaft genügt nicht, um die Sprache der Natur zu verstehen. Für viele Menschen sind Poesie und Kunst verständliche Dolmetscher.
    Friedrich Ratzel





    In den Wäldern sind Dinge,
    über die nachzudenken

    man jahrelang
    im Moos liegen könnte.
    Kafka








    Die Erinnerung ist
    das einzige Paradies,
    aus dem man nicht
    vertrieben werden kann.
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