Waldameise
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     Alles ist Mitteilung
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    In dem heiligen Schweigen, in der großartigen Ruhe der Natur liegt der höchste Trost für den, der ihre Sprache versteht.
    Fanny Lewald






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    Vergessen

    Ein fröhliches Lied auf den Lippen ... so schlenderte der junge Herbst durchs Land. Doch was war das? Er wollte seinen Augen nicht trauen, ... aber so weit er sie auch aufriss, es war kein Trugschluss, was er da sah. Der alte Sommer war doch tatsächlich noch einmal zurückgekehrt.



    Was nun? Was hatte das zu bedeuten? Wollte er ihm den Rang streitig machen oder hat er den Heimweg nicht gefunden? Oder kommt er einfach nicht damit klar, dass jetzt ein anderer das Regiment übernommen hat?



    Der junge Herbst war nicht kleinlich ... er schaute sich das eine ganze Weile an, beobachtete, wie der Sommer seinen Hut lupfte und ein paar Schmetterlinge freiliess, wie er ein paar Sommerblümchen hier und da verteilte ...



    ... wie er mit der Sonne flirtete, so dass diese gar nicht aufhören konnte zu strahlen ... und wie er sich dabei diebisch amüsierte.

    Plötzlich standen sich die beiden gegenüber, und nun schaute der Sommer doch etwas schuldbewusst in die neugierigen Augen des jungen Herbstes.



    "Was willst denn du noch hier?" fragte er seinen Bruder nun doch etwas vorwurfsvoll. "Ich dachte, du bist längst auf dem Weg nach Hause, um dich auf deinen Winterschlaf vorzubereiten".



    "Schon", ... antworte dieser nun ganz geknickt, "aber ich hab doch was ganz Wichtiges vergessen."

    "Was kann so wichtig sein, dass du nochmal zurückkommst?" hakte der Herbst nach.



    "Was ich vergessen habe?" druckste er erst ein wenig herum ... "naja, meine, ... na meine Schlaftabletten!"

    * * * * * * * * *

    Lach ... so ungefähr muss es gewesen sein heute, denn bei unserem Spaziergang summten Bienchen, flatterten Schmetterlinge und überall sah ich noch Blümchen blühen. Und es war nochmal relativ mild ... ein schöner Tag.

    Ein paar Fotos habe ich euch heute schon mitgebracht. Es gab soviel zu sehen ... eine Bergkapelle, eine wunderschöne Kirche ... ein Eichhörchen, das Reißaus nahm, ... ein faszinierender Baum ... ach, seht doch selbst ...



    ***



    ***



    Ich konnte mich gar nicht von ihm trennen. So faszinierend ... wow. Und welch schönen Ausblick man von diesem Standort hatte, zeige ich euch auch noch. Aber ein andermal. Irgendwie scheine ich was auszubrüten. Mal sehen, wie es mir morgen geht.

    Ach, eines ... ja, das muss ich euch noch zeigen. Dieses Dickicht hier. Es war so dicht alles, dass die Bäume alle Nadeln verloren haben. Sowas habe ich noch nie gesehen. Verrückt, gell?



    Gaaanz hinten seht ihr das Licht am Ende des Dickichttunnels ... aber ein andermal mehr.

    Ganz liebe Grüße von eurer Waldameise!



    Waldameise 03.10.2012, 22.46 | (19/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Herbstweisen




    Nun gibt es keine Zweifel mehr - der Herbst hat Einzug gehalten.




    Uns hat er gleich mal ordentlich den Sommerstaub aus den Augen gewaschen und seinen herbstlichen Zigarrenqualm um die Nase geblasen. Dabei hatte ich doch so gehofft, er habe endlich das Rauchen aufgegeben. Aber nichts dergleichen. Der Oktober naht und er pafft hier wieder munter drauflos ...



    Wir können nur hoffen, dass das nicht wieder wochenlang so geht, wie wir es hier an der Donau leider allzuoft erleben. Während sich rings um uns herum der goldene Herbst präsentiert, wollen sich hier die Nebelbänke einfach nicht auflösen und wenigstens einen winzigen Sonnenstrahl durchlassen. Das finde ich dann schon ziemlich gemein, jawoll.

    Aber keine Sorge, wir haben trotzdem das Beste aus diesem Wochenende gemacht. Jetzt beginnt auch die Zeit des Gemütlichmachens, des Stöberns im Bücherschrank, des Schauens einer schönen DVD, die längst darauf wartet, in den Recorder geschoben zu werden, oder das Ausprobieren eines neuen Backrezeptes. Und für`s Bloggen hat man auch wieder mehr Zeit.



    Das Schöne an den Webcams ist auch, dass man sehen kann, wie das Wetter an anderen Orten ist. So entdeckten wir am Sonntagvormittag Wolkenlücken auf der Alb ... und zögerten keine zwei Minuten, um einen kurzen Ausflug dahin zu machen.
    Dass es sich gelohnt hat, könnt ihr an den Fotos sehen ...



    ... und da diese für sich sprechen, bin ich jetzt ein Weilchen still und nehm euch einfach mit auf meine Runde durch den jungen Herbstwald ...




    *  *  *





    *  *  *





    *  *  *





    *  *  *





    Herbstlied

    Das Laub fällt von den Bäumen,
     
    Das zarte Sommerlaub!
    Das Leben mit seinen Träumen
    Zerfällt in Asch und Staub!

    Die Vöglein im Walde sagen,
     
    Wie schweigt der Wald jetzt still!
    Die Lieb ist fortgegangen,
    Kein Vöglein singen will;

    Die Liebe kehrt wohl wieder
     
    Im künftgen lieben Jahr,
    Und alles tönt dann wieder,
    Was hier verklungen war.

    Der Winter sei willkommen,
     
    Sein Kleid ist rein und neu!
    Den Schmuck hat er genommen,
    Den Keim bewahrt er treu!

    Siegfried August Mahlmann





    Ich wünsche euch einen freundlich gestimmten,

    fröhlichbunten und schönen Herbst!


    Waldameise 30.09.2012, 23.53 | (22/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Der Abschiedsbrief



    Lebe wohl,
    du, mein lieber lebensfroher Freund.
    Ich werde dich vermissen,
    deinen Charme, deine Heiterkeit.

    Gern werde ich zurückdenken
    an unsere gemeinsame Zeit,
    die so beglückend war.

    An leichtblütige Stunden im Garten,
    unsere märchenhaften Wanderungen
    und die endlosen Himmelsbeobachtungen
    an Wattewölkchentagen und sternenklaren Nächten.

    Danke für Inspiration und Weitblick,
    für verheißungsvolle Morgenstimmungen
    und trostreiches Abendrot.

    Danke für die lieblichen Blümchen,
    reifen Erdbeeren und Kirschen,
    und für die Flügel,
    die mir gewachsen sind.

    Ich trage die Erinnerungen tief in mir
    und freue mich heute schon
    auf unser Wiedersehen.
    Du, mein Geliebter.
    Sommer.

    (C) Waldameise







    Waldameise 28.09.2012, 23.22 | (18/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Melodien




    Der Spielmannszug zieht in den Süden.

    Ein fröhlich Lied ist uns geblieben

     und klingt voll Sehnsucht in uns nach.
     

     Noch zirpen Grillen, schwärmen Stare,

    doch tönt von fern schon die Fanfare

     aus einem herbstlich goldnen Horn.
     

     Unsere Gedanken geh`n auf Reisen.

     Bald kommt die Zeit der stillen Weisen
     und bittersüßen Melodien.

    Vergesst dann nicht die frohen Lieder.

    Der Spielmannszug kommt sicher wieder,

     ist es auch noch ein Weilchen hin.

    (C) Waldameise




    Die Fotos und das Gedicht sind diesesmal aus meinem Archiv. Manchmal tut es mir einfach leid, dass sie in den dunklen Ordnern vor sich hinschlummern. Dann hole ich das eine oder andere wieder hervor.

    Da ich hier auf dem Blog eh immer nur eine kleine Auswahl meiner Fotos zeigen kann, freut es mich umsomehr, dass nun einige mehr in wunderbaren Filmchen betrachtet werden können. Liebevoll eingebunden in sanften Melodien von Paul G. Walter.

    Zwei hatte ich euch ja schon vorgestellt. Aber die liebe Elke war inzwischen wieder fleißig. Wenn ihr also mögt und etwas Zeit erübrigen könnt, dann schaut doch mal rein. Lasst euch ein wenig entführen ... und eure Seele baumeln bei ...


    Viel Freude und ein liebes Dankeschön für das Interesse.



    Waldameise 26.09.2012, 20.01 | (21/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Das kleine Glück



    Wie glücklich könnte jeder sein mit dem Glücke,
    das er nicht achtet.

    Carl Weitbrecht

    Wer das Glück sucht, sollte sich einmal auf Wanderschaft begeben. Ich kann es nur immer wieder empfehlen: Geht hinaus in die Natur. Dort wimmelt es nur so von "Glücken" ... hunderte kleine Glücke könnt ihr da finden. Sie hängen auf Bäumen, wachsen darunter, fliegen durch die Luft, schimmern durch Baumdickicht, strahlen vom Himmel, krabbeln durch Wiesen ... ach, all überall könnt ihr sie finden und einsammeln. Es gibt reichlich davon und jeder darf nehmen, soviel er tragen kann. Natürlich dürft ihr auch welche verschenken.

    Ein paar von den Glücken, die ich gestern fand, hab` ich euch mitgebracht ...



    Dieses Glück kaute mir was ins Ohr. Ich begrüßte es mit einem freundlichen "Muh", wurde zurückgemuht und eines liebevollen Blickes gewürdigt. So fing mein Tag gut an.

    Dieses Glück war etwas betröpfelt, aber man könnte es auch diamantenbesetzt nennen. Ein zartgrünblättriges SchmuckGlück ... oder Glücksschmuck.



    Wie glücklich muss eine Waldameise sein, wenn sie beim Tannennadelsammeln durch ihren Kleewald spazieren kann. Ein ganz besonders liebliches Glück für mich.

    Wie dieses aus alten Tannennadeln und winzigen Zweigen, durch die sich ein weiteres Glück schiebt ... ein Blätterpilzchen und sein Bruder. Welch ein Glück, nicht allein im Wald stehen zu müssen ...



    Dann fand ich noch dieses Glück. Eigentlich waren es zwei Glücke. Zwei winzige Glücke und doch jedes ein großes für den anderen. Das Blümchen und das Bienchen. Die beiden mochten sich gar sehr, denn sie konnten nicht von einander lassen. Welch ein Glück, das beobachten zu dürfen ...



    Jedes Glück hat seine eigenen Farben und Formen und keines gleicht dem anderen. Ein Grund, sich immer wieder von neuem faszinieren lassen zu können. Welch ein Glück.

    Ein größeres Glück fand ich hier oben auf dem Hügel. Das Schau-fern-Glück. Wenn ich mir vorstellte, wie viele Glücke es da unten im Tal gibt, wurde mir ganz schwindlig ...



    Nein, da gibt es wirklich nichts zu meckern ... bei soviel Glück.



    Sogar in alten Burgruinen ...



    ... wo manche Glücks sogar aus Mauernlöchern herausschauen ...



    ... bis hin zu alten Weihern ...



    ... findet man das Glück auf Schritt und Tritt.

    Ich bin so dankbar ... vorallem auch dir, mein lieber Schatz. Ich weiß, dass du immer bei uns bist, wenn wir wiedermal unterwegs sind, um das kleine Glück einzusammeln. Die unzählig vielen kleinen Glücksmomente, die soviel wert sind und unser Leben bereichern. Danke, dass du auf uns aufpasst. Wir lieben Dich.



    Einigen ist es schon aufgefallen, dass ich jetzt hin und wider auch ein wenig rumspiele beim Fotografieren. Es macht Spaß, die verschiedenen Funktionen auszuprobieren. Foto 8 und 10 sind bearbeitet, wie unschwer zu erkennen ist. Vielen Dank für eure freundlichen Kommentare und lieben Besuche.

    Euch allen viel Glück!




    Waldameise 24.09.2012, 21.21 | (24/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Herbstgarderobe




    Jetzt strickt der Herbst ein neues Kleid
    aus buntblättriger Wolle.
    Für weiße Mützen ist noch Zeit,
    das übernimmt Frau Holle.

    Die Landschaft jubelt, lächelt und
    streift sich das Schmuckstück über.
    Ein goldner Gürtel um den Bund -
    schon kommt sie todschick rüber.

    Fotos und Text (c) Waldameise





    Waldameise 20.09.2012, 18.58 | (31/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Walddämmerung

    walherb9.jpg


    Wenn im Wald zur Dämmerstunde

    der müde Tag ins Dickicht flieht,




    dreh` ich meine Abendrunde,

    warte heimlich, was geschieht.




    Hinter einer Hügelspitze

    entdecke ich im Abendlicht




    ein Zwerglein mit bemooster Mütze,

    und manch andren kleinen Wicht.




    Es ist ein Glucksen und Frohlocken,

    auch zarte Elfchen sind dabei.




    Die eine tanzt in Ringelsocken,

    die andere holt den Most herbei.




    Dann dreh`n sie sich ganz wild im Kreise.

    Ich trau mich, näher hinzugeh`n.




    Doch plötzlich ist es wieder leise,

    ich hab` die Wurzel nicht geseh`n.




    Nun frag ich, ist`s ein Traum gewesen,

    was ich hier sah, oder doch wahr?




    Geblieben von den Zauberwesen

    ist nur ihr langes goldnes Haar.




    (C) Text und Fotos: Waldameise

    Waldameise 16.09.2012, 23.44 | (31/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Übers Land

    ... zu wandern oder auch nur zu spazieren, ist im Herbst ein besonderes Vergnügen. Die Sonne scheint nicht mehr so unbarmherzig und die Luft hat eine ganz eigene wunderbare Würze, die unvergleichlich ist. Wie bei einem Eintopf aus frischem Gemüse. Vielleicht kennt ihr ja den Pichelsteiner ... ich finde ihn unwiderstehlich. Vielleicht ein Tipp für morgen?



    Es muss nicht immer ein bekanntes Ausflugsziel sein, das man ansteuert. Einfach hinaus aufs Land fahren, zu den Dörfern mit ihren herrlichen Wiesen, Feldern, Streuobstwiesen, den Höfen und den kleinen schnuckligen Häusern ...



    ... wo die Katzen ums Haus schleichen, die Tomaten an der Hauswand reifen und im Garten die roten Äpfel auf ihre Ernte warten. Oh, wie ich das liebe.



    Auf den Wegen übers Land begegnet man manchmal auch, wenn man Glück hat, einer Schafherde ...



    ... und wenn man Pech hat, zwei störrischen Eselchen, die sich einfach nicht umdrehen wollen, wie diese zwei Exemplare hier ...



    Vermutlich war es ihnen einfach zuviel Mensch, was an diesem Tag hier des Weg`s kam.

    Kein Wunder, denn die Eselchen leben beim Schopflocher Torfmoor ...



    dem einzigen größeren Hochmoor der Schwäbischen Alb.

    Ein wunderschönes Naturschutzgebiet, das natürlich auch gern besucht wird.



    Hier könnt ihr Interessantes dazu lesen.



    Ein erholsames, lebendiges, geheimnisvolles
    oder einfach "nur" schönes Wochenende
    wünscht euch eure Waldameise!



    Waldameise 13.09.2012, 21.17 | (16/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Von den Zärtlichkeiten der Natur

    Liebevoll
    legt sie ihren grünen Mantel um mich,
    wenn mir vor Sehnsucht kalt ist.

    Fürsorglich
    schickt sie ihre lustigsten Vertreter,
    wenn ich mich einsam fühle.

    Sanft
    bläst mir ihr Morgenwind
    die Sorgenfalten aus dem Gesicht.

    Behutsam
    streicheln mich ihre Sonnenstrahlen,
    wenn mein Blick getrübt ist.

    Feinfühlig
    flüstert sie mir Waldmärchen ins Ohr,
    wenn mir die Welt zu laut wird.

    Außerdem sind ihre zahllosen Kinder verflixt listige kleine Musen,
    die mich unentwegt hemmungslos küssen.


    (c) Waldameise


    Waldameise 12.09.2012, 15.22 | (12/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Aus allen Nähten

    Ich sag`s euch ... ich fürchte, mein Herz platzt aus allen Nähten. Anders kann ich mir meine Herzschmerzen nicht erklären. Mir läuft die Seele über ... da passt nichts mehr rein. Oder ist es meine Angst, dass nun wieder etwas ganz Schlimmes passieren wird, wo ich doch mit soviel Glück bedacht wurde? Es kann doch nicht sein, dass ich so fühlen darf. Was kommt danach?
    Ach, wär ich doch weniger introvertiert und würde mir nicht alles so extrem zu Herzen nehmen ... das Traurige wie das Schöne. Alles, was ein Normalmaß übersteigt, lässt auch mein Innerstes total überquellen ... warum nur? Warum reagiert mein Körper so heftig?

    Ich weiß es nicht, aber im Moment ist da wirklich dieses Gefühl der Enge in meiner Brust. Ich spüre mein Herz im Hals, es schlägt wie wild und will sich einfach nicht mehr richtig beruhigen. Oder ist es doch ganz normal, so zu reagieren, wenn es das Leben so gut mit einem meint? Soviel Schönes sehen zu können, das ist wohl einfach zuviel für eine Waldameise. Aber ich will euch nicht mit meinen Gedanken langweilen, sondern euch ein wenig daran teilhaben lassen an den wundervollen zauberhaften Momenten, die ich erleben durfte.

    Wie immer sind wir zeitig los. (Ich weiß, irgendwie bekomme ich in den letzten Wochen viel zu wenig Schlaf mit, aber das hol ich dann im Winter nach.)
    Mit der ersten Kabine ging es dann rauf auf den Tegelberg. Dank Internet wusste ich schon im Voraus, wo ich mich hinstellen musste, um von der Kabine einen günstigen Blick Richtung Königsschlösser zu erhaschen ...



    ... und diesen festzuhalten. Noch lag Neuschwanstein im Schatten, dennoch stockte mir bei diesem Anblick der Atem. Schade, dass es so schnell nach oben ging, aber was uns dort erwartete, übertraf alle Erwartungen. Der nächste Seelenseufzer ...

    Das so befreiend wirkende und herzerfrischende "Juchhuuu" dieses Gleitschirmfliegers, das er beim Abflug von sich gab, habe ich heute noch im Ohr. Ich konnte es ihm nachfühlen. Es muss einfach traumhaft sein, die Morgenstimmung in dieser Position erleben zu können ...



    Ob der auch so ein Herzstechen hat? Da muss einem doch die Seele überlaufen, gell?
    Überhaupt ... da oben in die Ferne schauen zu können, ist immer wieder wie beim ersten Mal ... überwältigend, einfach unbeschreiblich. Sicher vergleichbar mit dem Moment, wenn man das Meer das erste Mal vor sich liegen sieht.
    Und es ist immer wieder beeindruckend, wie klein von da oben die Welt ist, wie eng alles beieinander zu liegen scheint. Riesige Seen werden zu kleinen Pfützen und lange Wanderwege zu Ameisengässchen ... ;-)



    Gelernt habe ich, dass es ein Trugschluss ist, dass der Bergabstieg leichter sei als der Anstieg. Zumindest nach dem 15. km habe ich das so empfunden ... oder ich werde alt. Aber den Muskelkater ist es wert, der mich selbst heute noch durch die Gegend humpeln lässt. Welch Glück, dass ich heute und morgen Urlaub habe. Allerdings meine letzten Tage dieses Jahr. Dafür habe ich Zeit, diesen Eintrag zu machen. Für mich selbst die Gelegenheit, all die schönen Eindrücke noch einmal Revue passieren zu lassen. Damit kann ich sie ein wenig "haltbarer" machen. Kommt ihr noch ein Stückchen mit? ...



    Die ersten Spuren des Herbstes zu entdecken, hat mich gefreut, denn die Färbung des Buchenlaubes bei so einem wunderbaren Sonnenlicht ist einfach wunderschön und erfreut mich jedes Jahr aufs neue ...



    Aber die Buchenbäume standen im Tal. Sooo schnell war ich aber nicht da unten. Also nochmal zurück auf den Berg ...



    ... und die schöne Aussicht genießen.

    Ach herrjeee, ich fürchte, auch dieser Eintrag platzt aus allen Nähten, wenn ich so weitermache. Ich hab ja noch sooo viele schöne Fotos ...



    ... und eigentlich gibt es ja schon genug Fotos vom Schloss Neuschwanstein. Wollt ihr wirklich noch eines sehen? Okay, dann für all die, die auch nie genug davon kriegen können ... aber dafür mal aus einer anderen Perspektive ...



    Von der Brücke hat man auch diese Aussicht ... (vorausgesetzt, man getraut sich den Blick in die Tiefe) ...



    Und von "da unten" schaut es so aus, wenn man Richtung Marienbrücke schaut ...



    Doch bei aller Fasziniation für das Gigantische, übersehe ich die kleinen Dinge nicht, die mindestens genauso imposant sind ...



    Leider kann ich keinerlei Informationen zu diesem gelben Räupchen dazu liefern, da ich sie auch zum ersten Mal gesehen habe. Kann mich jemand aufklären? Wird es am Ende ein Zitronenfalter? Aber zu dieser Jahreszeit? ... Jetzt habe ich doch einmal nachsehen müssen. Es ist ein Nachtfalter. Wer hätte das gedacht. Schaut mal, HIER könnt ihr etwas darüber lesen.

    Durch die wildromantische Pöllatschlucht ging unsere Wanderung zuende. Ich danke wieder allen, die mich begleitet haben und hoffe, ihr habt euch keine Blasen an den Füßen geholt. Was mich betrifft, war ich recht froh, als wir wieder am (inzwischen proppevollen) Parkplatz ankamen.



    Ich danke dem Leben und meiner lieben Familie (Ich werde wirklich noch zur Schlampe, wenn ihr mich immer von meiner Hausarbeit fern haltet! ;-) für diesen wunderbaren Tag!

    Waldameise 10.09.2012, 14.07 | (27/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

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    Wissenschaft genügt nicht, um die Sprache der Natur zu verstehen. Für viele Menschen sind Poesie und Kunst verständliche Dolmetscher.
    Friedrich Ratzel





    In den Wäldern sind Dinge,
    über die nachzudenken

    man jahrelang
    im Moos liegen könnte.
    Kafka








    Die Erinnerung ist
    das einzige Paradies,
    aus dem man nicht
    vertrieben werden kann.
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