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Geschichten
über meine
Begegnungen
in der Natur ...
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Alles ist Mitteilung
in der Natur
Bettina von Arnim

In dem heiligen Schweigen, in der großartigen Ruhe der Natur liegt der höchste Trost für den, der ihre Sprache versteht.
Fanny Lewald
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Gedenken

Wie kann man Tote lebendig machen?
Indem man mit ihnen lebt.
(Julius Langbehn)
Waldameise 01.11.2012, 00.00 | (12/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Entblättert
Nein, ganz blattlos ist es noch nicht, unser Ahornbäumchen. Traurig war es ... war ich heute morgen, als es im dichten Nebel fortwährend "klatsch" und "ditsch" machte und ein Blättchen nach dem anderen auf seine Geschwister fiel. Es ist schon arg, was sie dieses Jahr mitmachen mussten. Ein Herbst, der seinem eiskalten Bruder schnell mal das Zepter in die Hand gab, ohne dabei an all Kinder der Sonne zu denken, die noch nicht bereit waren, zu gehen. Das ist nicht fair.

Die Sonne schaffte es zwar gegen Mittag, die Nebelwolken beiseite zu schieben, aber die Blätter der Bäume vertrauen ihr nicht mehr.

Ich lass sie noch ein Weilchen liegen. Sie sehen so schön aus. Deshalb hatte mein Mann auch dieses Bäumchen einst gepflanzt, weil ich den Indian Summer so liebe. Und so sehe ich es auch als sein Augenzwinkern, wenn die Sonnenstrahlen durch die Blätter schimmern ...

Die Lücken werden immer größer ...

... dafür bekommt die Buchsbaumhecke für eine kurze Zeit ein neues Kleid ...
und unsere Bank unter der Hainbuche neue Gäste.

Und das Tigerle schaut dem munter-bunten Treiben gern ein wenig zu ...

Aber ich muss in die Küche ... heute gibt es mein Kindheits-Lieblingsessen ... Kartoffelpuffer.
Bis bald ... eure Waldameise.


Die Sonne schaffte es zwar gegen Mittag, die Nebelwolken beiseite zu schieben, aber die Blätter der Bäume vertrauen ihr nicht mehr.

Ich lass sie noch ein Weilchen liegen. Sie sehen so schön aus. Deshalb hatte mein Mann auch dieses Bäumchen einst gepflanzt, weil ich den Indian Summer so liebe. Und so sehe ich es auch als sein Augenzwinkern, wenn die Sonnenstrahlen durch die Blätter schimmern ...

Die Lücken werden immer größer ...

... dafür bekommt die Buchsbaumhecke für eine kurze Zeit ein neues Kleid ...
und unsere Bank unter der Hainbuche neue Gäste.

Und das Tigerle schaut dem munter-bunten Treiben gern ein wenig zu ...

Aber ich muss in die Küche ... heute gibt es mein Kindheits-Lieblingsessen ... Kartoffelpuffer.
Bis bald ... eure Waldameise.

Waldameise 31.10.2012, 16.51 | (11/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Leuchtende Tage

Leuchtende Tage.
Nicht weinen, dass sie vorüber.
Lächeln, dass sie gewesen.
Konfuzius
Waldameise 30.10.2012, 19.20 | (13/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Flussreise
"Duhuuu, was hälst du davon, wenn wir uns heute fallen lassen?" fragte Blatt 728 von einem der Bäume, die am Uferrand des kleinen Flusses stehen, seinen Bruder - Blatt 477.
"Im Gebirge hat es geregnet und die Strömung ist gut. Vielleicht haben wir Glück und der Fluss nimmt uns mit bis zur großen Stadt."
"Zur großen Stadt?" Da wurden auch die anderen Blätter, die der Herbstwind bisher verschont und zurückgelassen hatte, hellhörig.
"Oja, da wollen wir auch hin. Der Wind trägt uns ja doch nur wieder in die Dorfgärten, wo uns die Menschen verächtlich auf einen Haufen schieben, bis wir langsam dahinfaulen".
"Wenigstens einmal die große Stadt sehen!" ... das stellten sie sich spannend vor.
"Also, liebe Brüder und Schwestern, lassen wir uns fallen! Seien wir doch ehrlich ... lange können wir uns nicht mehr halten. Wir haben vielleicht nur die eine Chance" rief nun ein anderer in die aufgeregte Menge.
Das liessen sich die Blätter nicht zweimal sagen. Plumps ... flatsch ... glitsch ... eins ... zwei ... drei ... und bald schon stürzten sich alle mit wildem Geflatter in das Flüsschen.
Gute Reise!

"Im Gebirge hat es geregnet und die Strömung ist gut. Vielleicht haben wir Glück und der Fluss nimmt uns mit bis zur großen Stadt."
"Zur großen Stadt?" Da wurden auch die anderen Blätter, die der Herbstwind bisher verschont und zurückgelassen hatte, hellhörig.
"Oja, da wollen wir auch hin. Der Wind trägt uns ja doch nur wieder in die Dorfgärten, wo uns die Menschen verächtlich auf einen Haufen schieben, bis wir langsam dahinfaulen".
"Wenigstens einmal die große Stadt sehen!" ... das stellten sie sich spannend vor.
"Also, liebe Brüder und Schwestern, lassen wir uns fallen! Seien wir doch ehrlich ... lange können wir uns nicht mehr halten. Wir haben vielleicht nur die eine Chance" rief nun ein anderer in die aufgeregte Menge.
Das liessen sich die Blätter nicht zweimal sagen. Plumps ... flatsch ... glitsch ... eins ... zwei ... drei ... und bald schon stürzten sich alle mit wildem Geflatter in das Flüsschen.
Gute Reise!

Foto und Text: Waldameise
Waldameise 29.10.2012, 22.54 | (14/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Ist das ein Wettstreit ...
zwischen den Jahreszeiten, oder sehnen sie sich einfach danach, möglichst viel Zeit gemeinsam zu verbringen? Letzte Woche kam der Sommer zurück, holte noch einmal tief Luft und blies uns seinen warmen Atem um die Ohren. Und heute schiebt der Winter einen Fuß in die Tür. Aber keine Angst, öffnen wird er sie nicht, dem hat der Herbst schon noch ordentlich was entgegen zu setzen, hoffe ich ...


Waldameise 27.10.2012, 10.53 | (10/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Drei Tage
... ohne Sonne und ich bekomme schon Entzugserscheinungen. Schnell ein Foto aus glücklichen Tagen ...

... seufz. Was bin ich froh, dass ich diese Stunden genutzt habe. Das war ganz sicher die letzte Gelegenheit, glaubt man den Wetterprognosen. Ich hoffe, die schönen Äpfelchen wurden oder werden noch geholt. Sie sahen zum Anbeißen aus.

Dieses Foto entstand am Rand eines Gartens. Ist es nicht herrlich, an so einem Platz seinen Garten zu haben? Was mich oft verwundert an solchen außergewöhnlich schönen Plätzen, dass man so selten jemanden antrifft. Das ist mir auch schon an anderen schönen Orten, speziell auch an diversen Seen aufgefallen. Die schönsten Plätze direkt am See, aber total verwaist. Oftmals stehen dort auch kleine schnuckelige Holzhütten, zuweilen auch Boote oder irgendwelche Utensilien, die auf fröhliche Zeiten hinweisen. Dann frage ich mich immer, was da passiert ist, dass nun nur noch Spinnen und Pflanzen daran interessiert zu sein scheinen.

In den Herbstwald gezoomt. Zwischendrin die Baumreihe, vermutlich Pappeln. Das musste ich mir näher anschauen. Das wird ein Rascheln in den Hängen, wenn alle Blätter am Boden liegen und zu knisternden bunten Teppichen werden. Welch Paradies für die kleinen Krabbelviecher oder winzigen Mäuschen, die sich dort wunderbar verstecken oder vor den Wetterunbilden schützen können.

Ich liebe Aufnahmen im Gegenlicht. Das bringt das Laub so richtig zum Leuchten und die Farben wunderbar zur Geltung. Auch ist der Kontrast zwischen Geäst und Laub sehr viel deutlicher. Alles wirkt lebendiger.

Und immer wieder der Blick nach oben. Auch hier ist der Kontrast zwischen blauem Himmel und dem sonnendurchfluteten Laub einfach atemberaubend. Zum Glück hatte ich eine Flasche Wasser dabei, denn vom vielen Staunen stand mir permanent der Mund offen und trocknete den Hals aus. Aber schließlich erlebt man so eine Pracht nicht alle Tage. Genau wie die Blüte im Frühling, die leider auch nur auf wenige Tage begrenzt ist.

Den Wiesen sah man die Jahreszeit nicht an ... noch nicht. Auch hier wieder eine Aufnahme im Gegenlicht.
Das milde Abendlicht fällt sanft den Wiesenhügel hinunter und der Baum legt seine Schatten daneben. Welch wunderbare Stimmung ...

Es gibt so viele interessante Perspektiven, vorallem, wenn man von soviel Wunderbarem umgeben ist. Selbst so ein winziges Hüttlein versetzt mich in Entzücken ...

Wie es da steht, so schief, mit seinen bemoosten Dachschindeln ... da kann ich einfach nicht vorbeigehen, ohne mich daran zu erfreuen. Auch hier wieder Licht und Schatten in schönster Harmonie als schmückendes Beiwerk. Was für ein Bild!
Na, war das genug Kontrastprogramm zum trüb-kalten Herbstwetter, oder wollt ihr mich noch ein Stückchen durch den goldenen Oktober begleiten und weitere Eindrücke aus meiner Perspektive sehen?


... seufz. Was bin ich froh, dass ich diese Stunden genutzt habe. Das war ganz sicher die letzte Gelegenheit, glaubt man den Wetterprognosen. Ich hoffe, die schönen Äpfelchen wurden oder werden noch geholt. Sie sahen zum Anbeißen aus.

Dieses Foto entstand am Rand eines Gartens. Ist es nicht herrlich, an so einem Platz seinen Garten zu haben? Was mich oft verwundert an solchen außergewöhnlich schönen Plätzen, dass man so selten jemanden antrifft. Das ist mir auch schon an anderen schönen Orten, speziell auch an diversen Seen aufgefallen. Die schönsten Plätze direkt am See, aber total verwaist. Oftmals stehen dort auch kleine schnuckelige Holzhütten, zuweilen auch Boote oder irgendwelche Utensilien, die auf fröhliche Zeiten hinweisen. Dann frage ich mich immer, was da passiert ist, dass nun nur noch Spinnen und Pflanzen daran interessiert zu sein scheinen.

In den Herbstwald gezoomt. Zwischendrin die Baumreihe, vermutlich Pappeln. Das musste ich mir näher anschauen. Das wird ein Rascheln in den Hängen, wenn alle Blätter am Boden liegen und zu knisternden bunten Teppichen werden. Welch Paradies für die kleinen Krabbelviecher oder winzigen Mäuschen, die sich dort wunderbar verstecken oder vor den Wetterunbilden schützen können.

Ich liebe Aufnahmen im Gegenlicht. Das bringt das Laub so richtig zum Leuchten und die Farben wunderbar zur Geltung. Auch ist der Kontrast zwischen Geäst und Laub sehr viel deutlicher. Alles wirkt lebendiger.

Und immer wieder der Blick nach oben. Auch hier ist der Kontrast zwischen blauem Himmel und dem sonnendurchfluteten Laub einfach atemberaubend. Zum Glück hatte ich eine Flasche Wasser dabei, denn vom vielen Staunen stand mir permanent der Mund offen und trocknete den Hals aus. Aber schließlich erlebt man so eine Pracht nicht alle Tage. Genau wie die Blüte im Frühling, die leider auch nur auf wenige Tage begrenzt ist.

Den Wiesen sah man die Jahreszeit nicht an ... noch nicht. Auch hier wieder eine Aufnahme im Gegenlicht.
Das milde Abendlicht fällt sanft den Wiesenhügel hinunter und der Baum legt seine Schatten daneben. Welch wunderbare Stimmung ...

Es gibt so viele interessante Perspektiven, vorallem, wenn man von soviel Wunderbarem umgeben ist. Selbst so ein winziges Hüttlein versetzt mich in Entzücken ...

Wie es da steht, so schief, mit seinen bemoosten Dachschindeln ... da kann ich einfach nicht vorbeigehen, ohne mich daran zu erfreuen. Auch hier wieder Licht und Schatten in schönster Harmonie als schmückendes Beiwerk. Was für ein Bild!
Na, war das genug Kontrastprogramm zum trüb-kalten Herbstwetter, oder wollt ihr mich noch ein Stückchen durch den goldenen Oktober begleiten und weitere Eindrücke aus meiner Perspektive sehen?

Liebe Grüße und danke für euren Besuch!
Waldameise 24.10.2012, 13.51 | (23/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
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Wissenschaft genügt nicht, um die Sprache der Natur zu verstehen. Für viele Menschen sind Poesie und Kunst verständliche Dolmetscher.
Friedrich Ratzel

In den Wäldern sind Dinge,
über die nachzudenken
man jahrelang
im Moos liegen könnte.
Kafka

Die Erinnerung ist
das einzige Paradies,
aus dem man nicht
vertrieben werden kann. ---------------------------

Wissenschaft genügt nicht, um die Sprache der Natur zu verstehen. Für viele Menschen sind Poesie und Kunst verständliche Dolmetscher.
Friedrich Ratzel

In den Wäldern sind Dinge,
über die nachzudenken
man jahrelang
im Moos liegen könnte.
Kafka

Die Erinnerung ist
das einzige Paradies,
aus dem man nicht
vertrieben werden kann.
Auch hier lese ich gern ...
- Bea - Gedankensprudler
- Der Archivar
- Märchenfrau
- Art - Elke
- Lasse
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- Susanne Lind
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