Waldameise
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     Alles ist Mitteilung
     in der Natur
     Bettina von Arnim


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    In dem heiligen Schweigen, in der großartigen Ruhe der Natur liegt der höchste Trost für den, der ihre Sprache versteht.
    Fanny Lewald






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    Schmuddelwetter ...

    ist angesagt. Dann macht`s euch mal schön gemütlich ... und habt ein schönes, erholsames, kuschelreiches Wochenende. Ob nun so ... lesen_1.gifoder so ...


    Waldameise 20.01.2012, 21.43 | (17/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Ausflug in den Winter

    Einige wird es schütteln bei der Überschrift, schließlich haben wir ja schooon den 15. Januar. Da sich der Winter dieses Jahr bisher ziemlich milde zeigt, verlangt uns eher schon danach, nach ersten Frühlingsboten Ausschau zu halten. Schließlich scheint es einigen von unseren gefiederten Freunden auch so zu gehen. Ihre zarten Stimmchen am Morgen lassen unser Herz höher schlagen. Einige fangen sogar schon an, in ihren Nestern unter unserem Dachfirst altes Nistmaterial zu entsorgen. Ein wahrlich früher Frühjahrsputz, gell?

    Wie dem auch sei, ich möchte heute von unserem Ausflug in den Winter berichten, denn es gibt ihn noch, und wir haben ihn besucht ... für ein paar Stunden. Danke für die tolle Idee, liebes "Geburtstagskind". Danke für die schönen Stunden und das Futter für die Waldameise, die schon ganz traurig war, hier nichts mehr berichten zu können.

    Wer Winterfotos gar nicht mehr sehen kann oder will, hat jetzt noch die Gelegenheit zu flüchten. Wer weiterliest, tut das auf eigene Gefahr ... ;-)

    Zeitig am morgen sind wir los ... Richtung Bregenz. Dort am Bahnhof parkten wir unser Auto und kauften je ein Tagesticket für den Zug, der uns nach St. Anton bringen sollte. Es kam für hin und zurück ganze 12 Euro und ist vielleicht ein Tipp für alle, die auch nicht allzuweit entfernt wohnen.



    Der Weg war das Ziel, denn unser Zug schlängelte sich zwischen den Bergen entlang und gab immer wieder schöne Blicke durch die verschneite Landschaft frei.

    (Die ersten drei Fotos und das letzte entstanden während der Zugfahrt.)



    Dabei fuhren wir in immer höher gelegene Gefilde und die Schneeberge an den Fahrbahnrändern liessen ahnen, wieviel Schnee vor einer Woche gefallen war, als hier nichts mehr ging.



    Auf dem Foto wirkt es noch harmlos. Die Schneeberge am Rand waren teilweise ca. 2 und mehr Meter hoch.



    Diese Foto sprechen wohl für sich selbst ...



    Da wir keine Wintersportler sind, begnügten wir uns mit einem Rundgang durch den Ort ... und kamen dabei auch an einem Friedhof vorbei ...



    Alle Gräber lagen unter einer dicken Schneedecke ...



    Einige hatten sich den Weg zum Grab freigeschaufelt ...



    Ganz still war es dort und hatte eine besondere Magie auf mich. Wenn es nicht so frostig gewesen wäre, hätte ich es wohl noch ein Weilchen dort ausgehalten.



    Aber wir mussten zurück zum Bahnhof und waren auch ganz froh darüber, als wir wieder im warmen Zug saßen und durch die schöne Winterlandschaft zurück in die schneefreie Landschaft fuhren. Danke, dass ihr mich begleitet habt.


    Waldameise 15.01.2012, 19.37 | (26/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Am Fluss

    Die Zeit ist nur der Fluß,
     in dem ich angle.

    Henry David Thoreau
    (1817 - 1862)




    Alle Dinge sind im ewigen Fluß, im Werden, ihr Beharren ist nur Schein.

    Heraklit von Ephesus




    So fließt alles dahin wie der Fluß ohne Aufhalten Tag und Nacht!

    Konfuzius




    Wer ans andere Ufer möchte, muß so oder so den Fluß überqueren. Worauf also warten?

    Indianische Weisheit




    Laß dich's nicht verdrießen,
    Verschmäht man Anfangs deine Gaben.
    Der Fluß muß lange fließen.
    Bevor er sich ein Bett gegraben.

    Paul von Heyse
     (1830 - 1914)



    Wage es, weise zu sein! Fang an!
    Wer die Stunde des rechten Lebens hinausschiebt, gleicht nur einem Bauern,
    der darauf wartet, daß der Fluß versiegt, bevor er ihn überquert.

    Horaz



    Ein Fluß, der aus dem Werdenden hervorgeht, ein reißender Strom ist die Zeit. Kaum war jegliches Ding zum Vorschein gekommen, so ist es auch schon wieder weggeführt, ein anderes herbeigetragen, aber auch das wird weggeschwemmt werden.

     Marc Aurel



    Eigentlich müsste nun noch ein aktuelles Foto von der Donau erscheinen, die grad bedrohlich anschwillt. Aber bei diesem Wetter bringt mich heute niemand mehr vor die Tür. Vielleicht klappt es ja in den nächsten Tagen.

    Waldameise 05.01.2012, 17.03 | (28/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Ich lös ...

    schonmal auf, damit ihr euch nicht länger den Kopf zerbrecht. Wie soll man das auch erraten, gell?

    Aber den Versuch war es wert, euch ein wenig auf andere Gedanken zu bringen. Leider ist das schier unmöglich bei dem Sturm, der ums Haus fegt und dabei so zornig den Regen gegen die Scheiben peitscht.
    Ulli hat ja nun nen Rückzieher gemacht, aber Andrea ist im Anmarsch Anflug ... 


    Waldameise 04.01.2012, 20.00 | (14/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Jetzt kommt ...

    die biestige "Andrea", hab ich grad gehört. Auch das noch ... stehtshi.gif

    Ich will doch nicht biestig sein, das müsst ihr mir glauben, ehrlich. Hab euch auch ein Rätsel mitgebracht, falls euch langweilig ist. Schaut mal hier, was könnte das sein?




    Waldameise 03.01.2012, 19.25 | (9/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Ein gesundes und gutes neues Jahr ...

    wünsche ich Dir / Ihnen!

    Habt ihr nachgezählt, wieviel mal ihr den Satz dieses Jahr schon gesagt habt? Allein heute dürften es so um die 10 x gewesen sein bei mir. Der Nachbarin, dem Busfahrer, mehreren Kollegen und der freundlichen Bäckersfrau, die mir heute Abend ein frisch duftendes Brot über die Ladentheke schob.

    Das wird nun noch ein Weilchen so weitergehen, bis wir uns auch an die "12" bei der Jahreszahl gewöhnt haben. Obwohl es mir heute leicht fiel, den 2. 1. 2012 zu schreiben. Nicht ein einziges Mal verschrieben ... das will was heißen. Ein gefühlter 2. April war das, als hätten wir mit dem alten Jahr auch den Winter schon hinter uns gelassen. Hoffnung.

    Ein paar Impressionen von der Zeit zwischen den Jahren hab ich euch mitgebracht. Auch hier wechselten sich Winter und Vorfrühling ab, manchmal sogar an einem einzigen Tag.



    Voralpenlandschaft bei föhnigem Wetter. Die Berge erscheinen viel näher als sonst.



    Wintergewitter vor der Haustür.



    Vom Eis und Schnee befreit ... das Wurzacher Ried.



    Da staunt selbst das Tigerle ...

    und wünscht ebenfalls allen friedliebenden Zwei-, Vier- und Mehrbeinern ein frohes neues Jahr.

    Waldameise 02.01.2012, 18.31 | (13/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Das Jahr ...

    ist nun ein alter Mann,
    der nicht mehr richtig laufen kann.

    Auch wirkt sein Blick etwas gequält,
    denn seine Stunden sind gezählt.

    Das neue ist noch gar nicht schwer,
    kommt noch auf allen Vier`n daher.

    Doch bald wird es auch aufrecht gehen.
    Was es uns bringt, werden wir sehen.


    (c) Waldameise



    Ganz lieben Dank für eure freundlichen und lieben Weihnachtswünsche, über die ich mich sehr gefreut habe. Leider konnte ich nicht bei euch vorbeischauen in jenen Tagen.
    Die Zeit in der alten Heimat war sehr schön. Erinnerungen austauschen, alte Fotos und Filme anschauen, welche Zeit könnte passender sein. Wie bescheiden wir damals vor ca. 50 Jahren das Fest feierten. Und doch war alles so heimelig  und friedvoll, wie wir es uns Jahr für Jahr wieder wünschen, und die Augen leuchteten beim Anblick des kleinen dürren Weihnachtsbäumchens, als hätte man noch nie Wundervolleres gesehen. Mir fehlt diese Ruhe und Bescheidenheit von damals. In vielerlei Hinsicht. Den Fortschritt kann man nicht aufhalten, man profitiert ja auch schließlich davon. Aber was heute so abgeht und rings herum passiert, das ist schon sehr erschreckend. Wie kann man sich dem entziehen?

    Und nein, ich bilde mir das alles nicht ein, denn ich habe noch von keinem gehört, der das nicht so empfindet. Heute hat man das Gefühl, all diese Feierlichkeiten, die uns das Jahr schenkt, laufen mal eben so mit. Die Werbung sorgt dafür, dass wir, noch ehe ein Fest gefeiert wird, uns schon aufs neue "freuen" können. Und so jagt im ganzen Leben ein Termin den nächsten. Und manchmal vergessen wir bei diesem ruhelosen Kreislauf zu leben. Das Leben.



    Das liest sich wie die Neujahrsansprache der Waldameise ... lach. Aber es ist von Zeit zu Zeit wichtig, in sich zu gehen und einmal ganz genau zuzuhören, was euch die Stimme im Innern sagen will.

    Ich wünsche euch für das neue Jahr viel Kraft und Gespür, eure Energie in die richtigen Dinge zu investieren, viel Glück in jederlei Hinsicht und vorallem Gesundheit, die dazu so notwendig ist.

    Alles Liebe wünscht euch

    eure Waldameise.


    Man sagt, heute sei Neujahr. Punkt 24 Uhr sei die Grenze zwischen dem alten und dem neuen Jahr. Aber so einfach ist das nicht. Ob ein Jahr neu wird, liegt nicht am Kalender, nicht an der Uhr.
    Ob ein Jahr neu wird, liegt an uns. Ob wir es neu machen, ob wir neu anfangen zu denken, ob wir neu anfangen zu sprechen, ob wir neu anfangen zu leben.

    Johann Wilhelm Wilms
    (deutscher Komponist und Musiklehrer)




    Waldameise 31.12.2011, 11.53 | (25/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Weihnacht

    Die Waldameise geht in den Waldweihnachtsurlaub für ein paar Tage. Das Tauwetter hat eingesetzt, draußen ist es eklig und nass, da zieh ich mich lieber in meinen Nadelhaufen zurück.
    Leider hab ich kein Weihnachtsgeschenk für euch, dafür noch ein paar Tipps in letzter Minute.

    Ein ganz wundervolles, bezauberndes schönes Buch möchte ich euch vorstellen. Für alle, die gern träumen und auch ein Faible für alte französische Landsitze haben.

    Die Fotos sind so schön, dass ich mich kaum von ihnen lösen konnte. Wie die Katzen, die sich offensichtlich ganz königlich dort fühlen.

    Der Titel: "Katzen: Französische Landsitze und ihre Bewohner"

    Ganz wunderbar finde ich auch die Naturdokumentationen "Mythos Wald", "Wildes Deutschland" und "Wildes Skandinavien". Selten hab ich so schöne Naturfilme gesehen. Aus der Vogel- und Waldameisenperspektive in einzigartigen brillianten Bildern. Ein Genuss für Auge und Seele.



    Das war der Winter 1964. Auf dem Foto sind meine Großeltern und meine Mutter zu sehen.
    Und noch jemand. Wer könnte das wohl sein?

    Leider ist mein geliebter Großvater bald darauf verstorben. Ich denke so gern an ihn und meine Kindheit zurück und bin so froh, dass es alte Fotos gibt, die viele kostbare Augenblicke für mich festgehalten haben. Damals passte noch ein ganzes Leben in einen Schuhkarton. Und schon damals hat mir das nicht gefallen. Deshalb klebte ich sie eines Tages für meine Großmutter in Fotoalben. Diese sind nun bei meinen Eltern und warten darauf, immermal wieder hervorgekramt zu werden. Vielleicht auch in diesen Tagen.

    Meine Großeltern, mein geliebter Mann, alle werden bei uns sein ... in unseren Herzen.

    Ich wünsche euch und euren Lieben von ganzem Herzen

    eine besinnliche  frohe Weihnachtszeit!




    Alles Liebe !



    Waldameise 21.12.2011, 21.47 | (29/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Nachlese

    Verstummt ist nun das Marktgewimmel,

     

    verzogen letzter Glühweinduft,

     

    der Weihnachtszug fuhr Richtung Himmel,

     

    gar eisig ist ringsum die Luft.

     



     

    Die Buden, die sind nun verschlossen,

     

    kein Glitzern und kein Funkeln mehr.

     

    Wie haben wir die Zeit genossen,

     

    jetzt ist der Festplatz menschenleer.

     



     

    Wir lebten uns`re Kinderträume,

     

    holzgeschnitzt und kuschelweich.

     

    Und all die lichtgeschmückten Bäume,

     

    schimmerten wie im Zauberreich.

     



     

    Verlassen steh`n die leeren Stände,

     

    erleichtert denk` ich an Daheim,

     

    lauf etwas schneller, reib` die Hände,

     

    ganz leise fängt es an zu schnei`n.


    (c) Waldameise



    Ich wünsche euch eine stimmungsvolle Weihnachtswoche!

    Waldameise 18.12.2011, 17.50 | (24/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Behaglich

    Glücklich, wer vom Leben nicht mehr verlangt
     als es ihm aus eigenem Antrieb gibt,
    und sich vom Instinkt der Katzen leiten läßt,
    die die Sonne suchen, wenn sie scheint,
    die Wärme, wo sie auch sein möge.


    Fernando Antonio Nogueira de Seabra Pessoa


    Waldameise 14.12.2011, 21.38 | (21/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

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    Wissenschaft genügt nicht, um die Sprache der Natur zu verstehen. Für viele Menschen sind Poesie und Kunst verständliche Dolmetscher.
    Friedrich Ratzel





    In den Wäldern sind Dinge,
    über die nachzudenken

    man jahrelang
    im Moos liegen könnte.
    Kafka








    Die Erinnerung ist
    das einzige Paradies,
    aus dem man nicht
    vertrieben werden kann.
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