Waldameise
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     Alles ist Mitteilung
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    In dem heiligen Schweigen, in der großartigen Ruhe der Natur liegt der höchste Trost für den, der ihre Sprache versteht.
    Fanny Lewald






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    Da hab ich nicht schlecht gestaunt,


    ... als ich heute morgen die Rolläden hochzog und Herr P. (ja, wir haben dem Fremdfressling nun einen Namen gegeben. Da ich aber nicht weiß, ob dieser evtl. geschützt ist, nenn ich ihn hier lieber nicht, deshalb nur P.) ... wieder vor unserer Tür stand, bzw. in gemütlicher Stellung der Dinge harrte, die da vielleicht in Fleischform auf ihn zukämen. Komischerweise lässt er sich bei uns immer nur morgens blicken. Vermutlich beginnt da seine Schnorrertour.


    Der April, kaum zwei Tage alt, macht seinem Namen alle Ehre. Heute morgen schien das Wetter ganz passabel und hoffnungsweckend, bis sich eine Wolkendecke vor die Sonne schob.
    Aber ich muss zugeben, ich liebe diese Wolkenbildungen. Nach wochenlangem Einheitsgau da oben und ständigem Nebel, dem wir Flussanwohner leider ausgesetzt sind, ist es eine Wonne für mich, endlich wieder Zuschauer dieses spektakulären Himmelstheaters sein zu dürfen ...



    Und da sich auf Erden noch nicht allzuviel tut, halt ich meine Digi eben nach oben. Was solls? ... ;-)

    Kommende Woche werde ich sie aber ganz gut verstecken. Die haben doch tatsächlich nochmal Schnee gemeldet. Ist das zu fassen? Ich will nicht mehr. Aber da heißts, Augen zu und durch. Wenn das bedeutet, dass die Woche drauf, also an Ostern, dafür mindestens vier Tage die Sonne aus allen Knopflöchern scheint und endlich das Grün und Bunt nur so sprießt, dann will ich nochmal eine Auge zudrücken. Aber nur dann ...

    Bevor ich euch eine schöne Woche wünsche, noch ein persönlicher TV-Tipp. Vielleicht sind unter euch ja auch Fans norwegischer Thriller. Ich liebe diese Art Filme aus GB, Schweden und Norwegen nach Romanvorlagen. Heute Abend kommt ja wieder Lynley (eine Romanverfilmung von E. George) auf ZDF. Den hab ich allerdings schon zweimal gesehen.
    Aber morgen den Film aus N kenn ich noch nicht.
    Allerdings kommt er ziemlich spät, erst 22.15 Uhr, "Ein Schrei in den Wäldern" nach dem Roman der Bestsellerautorin Karin Fossum. Von der Atmosphäre her in etwa wie die bekannten Mankell-Romane. Nichts ist, wie es scheint in dieser schwülen Mittsommernacht ...
    Ich freu mich drauf. (Und schlaf hoffentlich nicht ein ... )

    So, genug geplaudert. Ich wünsch euch eine schöne Vorosterwoche und viel Grund zur Freude.




    Waldameise 02.04.2006, 17.45 | (13/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Der verführerische Duft aus der Dose ...

    dringt wohl durch jede Fenster- und Türritze nach draußen. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass wir immer wieder nachbarschaftskätzischen Besuch bekommen.
    Hallo, liebe Nachbarn!!! Erkennt ihr ihn? Erkennt ihr euer verfressenes Katerle, der hier schon am frühen Morgen bettelnd vor unserer Tür stand?



    Ja, ja, genau der, der sicherlich schon von euch reichlich zu futtern bekommt (wie nicht zu übersehen ist) und doch scheinbar jeder Duftwolke folgt, in der Hoffnung, irgendwo könnten noch ein paar Fleischbröckchen herumliegen.
    Oder ist er am Ende doch ein Schnorrerer?

    Nun haben wir April. Ich weiß, der tut, was er will. Nächste Woche will er uns anscheinend den Winter nochmal spüren lassen. Und dabei hoffte ich so sehr, nun ginge es mit Riesenschritten in den Frühling. Irgendwer hat jedoch behauptet, dass es erst ab Ostern so richtig schön wird. Damit könnte ich mich grad noch arrangieren. Aber wehe nicht ... *böseschimpfeandrohe*

    Es reicht doch nun wahrlich, was schon an Flüssigkeit runter kam. Könnt ihr euch noch an das Winterbild vom Donauufer erinnern mit der in den Schnee geschriebenen Sunny? Dort, wo eigentlich eine große Wiese und ein schöner Donauuferspazierweg sind, ist jetzt ein See ...



    Die einzigen, denen diese Entwicklung Spaß zu machen scheint, sind die Wasservögel, deren Lebens- und Vergnügungsraum sich damit wesentlich erweitert hat.
    Die Donauströmung ist allerdings ziemlich heftig. Ich vermute mal, mit dem Boot wär man im Moment um einiges schneller in der Stadt als mit dem Auto.
    Ich wünsch euch ein ruhiges, erholsames und gutfühliges Wochenende




    Waldameise 01.04.2006, 09.21 | (10/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Morgenbad auf der Baustelle ...

     

    Waldameise 30.03.2006, 08.46 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Ich komm` vom Arzt ...

    mit einem Ü-Schein für den HNO ... Schilddrüsen-Checkup. Und ich treff`mich gleich mit meinen Kollegen, obwohl ich tausendmal lieber einen gemütlichen und ruhigen Abend daheim verbringen würde.

    Der erste Schritt gegen unten angesprochene Drückebergeritis. Mehr kann man doch von mir am ersten Tag der Selbsterkenntnis nicht erwarten, oder???

    Waldameise 29.03.2006, 17.03 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Styling

    Noch ziert den Frühling
     zarte Blässe.
    Das Aug` ist trüb,
    kein Wangenrot.

    Nur sanft betupft
    mit Nebelnässe
    und milder Wind
    bläst Makel fort.

    April sorgt für die
    letzte Wäsche,
    verstaut im Schrank
    das Winterkleid.

    Kramt dann der Mai
    in der Schminktasche,
    beginnt die
    farbenfrohe Zeit.

    (sunny)


    Waldameise 29.03.2006, 13.36 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Hier ist sie jetzt schon ...

    und sogar die totale Sonnenfinsternis ...

    Waldameise 29.03.2006, 10.40 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Drückebergitis

    Heute morgen ist es mir wieder einmal bewusst geworden. Der innere Schweinehund weiß es ja normalerweise gekonnt zu vertuschen, aber manchmal schlägt es mit dem Vorschlaghammer zu: mein schlechtes Gewissen. Dann wird mir wieder einmal erschreckend klar ... ich habe ein Problem. Ich leide unter Drückebergitis.

    Ihr habt es gestern selbst lesen können. Das fängt mit dem Thema Arzt an und hört beim Thema Zusammentreffen mit Kollegen noch lange nicht auf.
    Wobei auch immer, ich bin einfach viel zu zurückhaltend, verängstigt, unsicher und drücke mich vor mir unangenehm erscheinenden Dingen, Aufgaben und Ereignissen, wo ich nur kann.

    Was ist das nur? Warum bin ich so? Dabei fühl ich mich meistens so gut, wenn ich diese Dinge dann doch irgendwann hinter mich gebracht habe. Aber vorher mit aller Gewalt wehren und strampeln bis zur völligen Ignoranz.

    Früher haben mir meine Eltern "Beine gemacht", aber heute tut das keiner mehr. Mein Mann würde mich nie zwingen, etwas zu tun, was ich partout nicht mag. Er schimpft zwar ein wenig, aber viel zu schwach, als dass mich das in meiner Einstellung erschüttern könnte.

    Ich kann da wirklich nur selbst gegen ankämpfen. Aber wie tut man das, wie bringt man sich selbst dazu, über Hürden zu springen, gegen Ängste und Unsicherheiten anzukämpfen, selbstbewusster zu werden, wenn es doch viel einfacher ist, sich vor den Dingen zu drücken, die diese Empfindungen auslösen???


    Waldameise 29.03.2006, 08.54 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Eine (re)bellische Begegnung ...

    hatte ich übrigens auch noch am vergangenen WE, von der ich euch erzählen muss.

    Ich weiß nicht, ob es die Digi in meiner Hand war, die die Neugier dieses kleinen Kerls weckte. Jedenfalls kam er auf mich zugerannt, als hätte ich sein Lieblingsleckerli im Hosensack, den Geruch seiner Freundin oder gar seines Erzrivalen an mir oder einfach nur den Lieblingsplatz seines Frauchens auf der Parkbank eingenommen.
    Ich weiß es nicht.

    Jedenfalls blieb er ganz plötzlich wie versteinert vor mir stehen, schaute mich fragend und durchdringend an, gab nicht einen winzigen Laut von sich und hatte dabei das Pfötchen erhoben, als wüsste er noch nicht, was er von mir halten und ob er nun einen Angriff wagen solle oder lieber nicht ...



    Schnell ergriff ich die Situation und drückte aufs Auslöseknöpfchen.

    Das schien der Dreistigkeit meinerseits zuviel für den kleinen Kerl. Wie konnte ich nur ??? ... ihn ohne Genehmigung fotografieren, ... welch hinterhältige Paparazzimethode ... typisch Mensch, ... waren seine Gedanken, was er mir mit einem angsteinflößendem Gebell zu verstehen gab.

    Ich steckte meine Digi in die Tasche, lachte ihn an und sagte nur:

    "Zu spät".

    Waldameise 28.03.2006, 11.49 | (8/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Typisch

    Die mich näher kennen, werden schimpfen mit mir, wenn sie das lesen. Es ist so so typisch für mich. Was? ... na, dass ich mich permanent scheue, weigere, ziere oder was auch immer, zum Arzt zu gehen. Wiedermal.

    Ganz fest hatte ich es mir für heute vorgenommen. Nun ist der Tag da und was denke ich? "Ach was, so schlimm ist es doch gar nicht. Manche Dinge kommen halt ... und gehen auch wieder."
    Bevor ich zum Arzt gehe, muss es schon schlimm kommen. So schlimm, dass ich mir allein nicht zu helfen weiß oder normale Mittelchen gegen die Schmerzen nicht mehr helfen. Dann trifft man mich im Wartezimmer an, ... also z.B. immer dann, wenn es ohne Antibiotika nicht mehr geht oder ich mich plötzlich von Außerirdischen verfolgt fühle oder so ... ;-)))

    Dabei entdecke ich von Zeit zu Zeit genau die Leiden an mir, von denen so oft im Bus, Büro und auf Familienfeierlichkeiten gesprochen wird. Beschwerden beim Schlucken, Schmerzen im Kniegelenk, Kopf, Rücken, Hals und Bauch, Schwindelgefühle, Sehschwäche, Mattigkeit, psysische Erschöpfungszustände und und und.
    Es ist also wahrlich nicht so, dass ich vor Wohlbefinden strotzen würde, wie man bei meiner Einstellung meinen könnte.

    Und doch bin ich eins der Lieblingsmitglieder meiner KK, die noch irgendwie erträgliche Leiden durchhält, bis sie wieder vergehen. Ich vertrau halt meiner inneren Armee. Habs ja früher gesehen in der niedlichen Zeichentrickserie "Es war einmal das Leben", wie die da drinnen arbeiten und kämpfen.
    Die Zeiten, als ich dachte, der Arzt ist froh, wenn ich gesund bin und er mich nicht sehen muss, sind längst vorbei. Das ist wie mit der Waschmaschine, die früher 30 Jahre lief, bis man dahinter kam, dass man so keine Geschäfte macht ...
    Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

    Ich merk`schon, mir würde hier so einiges einfallen als Argument, warum ich heute mal wieder nicht zum Arzt gehen sollte, bräuchte ... muss ... werde. Und nun dürft ihr schimpfen ... *knirsch*



    Nachtrag:
    Warum ich heute eigentlich gehen wollte? Für die, die es interessiert, ... weil ich das Gefühl habe, einen dicken Kloß im Hals zu haben. Es tut nicht direkt weh, aber es stört mich einfach, weil es so drückt und ich nichtmal eine Kette am Hals ertrage im Moment ...
    werde wohl diesmal doch nicht drumrum kommen, um den Gang in die Sprechstunde *ätz* ...

    Waldameise 28.03.2006, 10.39 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Frühling

    Jeder Tag bringt
    ein klein wenig mehr ...

    Sonnenstrahlen,

    Vogelsang,

    Blümchen,

    Wärme,

    Licht und Farben.


    Jeder Tag bringt
    ein klein wenig mehr ...

    Glückseligkeit.

    (sunny)


    Waldameise 28.03.2006, 09.35 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

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    Wissenschaft genügt nicht, um die Sprache der Natur zu verstehen. Für viele Menschen sind Poesie und Kunst verständliche Dolmetscher.
    Friedrich Ratzel





    In den Wäldern sind Dinge,
    über die nachzudenken

    man jahrelang
    im Moos liegen könnte.
    Kafka








    Die Erinnerung ist
    das einzige Paradies,
    aus dem man nicht
    vertrieben werden kann.
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