Waldameise
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     Alles ist Mitteilung
     in der Natur
     Bettina von Arnim


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    In dem heiligen Schweigen, in der großartigen Ruhe der Natur liegt der höchste Trost für den, der ihre Sprache versteht.
    Fanny Lewald






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    Ich weiß gar nicht,

    warum ich manchmal solche Hemmungen habe, an dieser Stelle über meine Gefühle zu schreiben. Wie ich euren vielen lieben Kommentaren entnehmen kann, ist diese Unsicherheit in mir völlig überflüssig. Ob ich das noch lerne?
    Danke, dass ihr mir mit euren lieben Zeilen dieses Gefühl vermittelt.
    Es ist schön, euer Mitgefühl und Verständnis zu spüren, und dass es doch noch viele Menschen mit Herz gibt. Genau deshalb lese ich auch bei euch so gern. Es ist einfach ein wunderbarer Austausch. Ich kann mich mit euch freuen, aber auch eure Sorgen teilen.
    Das ist das Schöne an einer Bloggemeinschaft ... an einem "Lesekreis mit Herz", wie man es auch bezeichnen könnte.

    Mit zwei Bildern von einem kleinen Sonntagabendspaziergang ...



    verabschiede ich mich von dieser Woche ...



    ... und wünsche euch allen eine neue gute Woche. Bis bald :-)

    Waldameise 26.09.2010, 22.12 | (13/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Pfui, ist das nass

    Da wird selbst die Waldameise in ihrem Haufen verrückt. Da muss ich doch mal schauen, was da oben los ist. Hallo ihr, seid ihr schon davongeschwommen oder gibt`s euch noch?

    Seit Tagen wollte ich mich schon melden, aber mir fiel einfach nichts ein, was ich hätte schreiben können, ohne Gefahr zu laufen, jemanden zu langweilen. Zudem war ich ziemlich erkältet, so dass mein Kopf zwar geschwollen wirkte, aber eben nicht, weil er voller Gedanken war.
    Obwohl ... Gedanken kreisen nachwievor viele in meinem Kopf, die ich zu gern niederschreiben würde. Aber das geht halt nicht immer. Manche bleiben besser da oben und toben sich nachts in meinen Träumen aus.

    Meine Träume haben ein richtiges Eigenleben entwickelt, seit das Bett neben mir leer bleibt. In meinen Träumen ist mein Mann wieder bei mir. Letzte Nacht meinte er - wie fast in jeder Nacht -, wie ich nur annehmen könne, dass er wirklich tot sei, wo doch noch dieses große Projekt zu erledigen ist. Einen ehemaligen Bauernhof wollte er restaurieren. Alles war wohl schon in die Wege geleitet und die Architekten warteten auf ihr Honorar. Aber ich wusste von all dem nichts und war so froh, dass er wieder da ist. Wie hätte ich denn das alles zahlen sollen ... ? dachte ich so bei mir ... puuh.

    Es ist schon verrückt, was da im Unterbewusstsein abgeht, wenn man so einen Schicksalsschlag erfahren musste. Tagsüber kann man sich in Aufgaben stürzen oder durch die unterschiedlichsten Dinge ablenken, was zwar auch nicht immer gelingt, aber nachts hat man einfach keinen Einfluss auf das, was durch das Gehirn geistert. Ich weiß, das ist imgrunde immer so, wenn man Schweres zu tragen hat, aber niemals so anhaltend und extrem, wie in so einem Fall. Manchmal so extrem, dass ich morgens erstmal für einen winzigen Moment überlegen muss, wo ich bin und was für einen Tag wir haben.
    Verrückt ist auch, dass ich mich nachwievor nachts aufs Klo schleiche, wie ich es fast 23 Jahre lang tat, um ihn nicht aufzuwecken ...

    Oje, nun tu ich es doch ... euch langweilen. Ich sag ja, im Moment weiß ich leider nicht so recht, was ich erzählen soll, ohne schon wieder das Wetter zu erwähnen. Ich könnte euch noch ein paar sommerliche Fotos zeigen ...



    Ein kurzer Sommer dieses Jahr, zu kurz, viel zu kurz.



    Es bleiben die Erinnerungen. Das untere ist vom letzten Jahr ... seufz.



    Schöne Herbstfotos kann ich leider noch nicht bieten, aber das wird schon noch.

    Ich hoffe, euch geht es gut. Ganz lieben Dank für eure lieben Zeilen. Ich freu mich schon auf eine Blogrunde. Es wird nur ein Weilchen dauern, denn für jeden möchte ich mir Zeit nehmen.

    Wegen eines goldenen Oktobers gebe ich die Hoffnung nicht auf. Ihr wisst doch, jeden Tag werden die Karten neu gemischt.

    Perlenfischer?


     Herbst, das ist die Zeit der Spinnen
     in jedem Garten und auch Drinnen.
     
    Nun knüpfen sie wieder auf ihre Weise
     hauchdünne Netze in Form vieler Kreise.
     
    Zwecks Beutefang, so dachte ich,
     doch weit gefehlt - ich irrte mich.
     
    Nach kühler Nacht enthüllten die Spinnen
     unübersehbar ihr wahres Ansinnen.
     
    Sie waren gar nicht, wie sonst im Haus,
     auf lecker-leichte Beute aus.
     
    Was sie draußen fingen in den Netzen,
     dient nicht zum Winterspeck ansetzen.
     
    Doch glitzernde Perlen auf jeder Schnur
    schmücken nun Garten, Wald und Flur.

    (c) Waldameise



     

    Waldameise 25.09.2010, 18.25 | (23/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Müde

    Während draußen die ersten stärkeren Winde an den geschwächten Laubblättern zupfen, ist bei mir ein wenig die Luft raus. Bin irgendwie ein wenig flügellahm. Das kann sich auch schlagartig wieder ändern. Aber falls der Zustand anhält, dann wisst ihr Bescheid, gell?



    Alles Liebe für euch.

    Waldameise 14.09.2010, 18.21 | (28/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    September

    Das ist nicht Sommer mehr, das ist September ... Herbst:



    diese großen weichen Wolken am Himmel,
    diese feinen weißen Spinnwebschleier in der Ferne
    und hinter den Gärten mit den Sonnenblumen



    der ringelnde Rauch aufglimmender Krautfeuer ...
    und diese süße weiche Müdigkeit und diese
    frohe ruhige Stille überall und trotzdem wieder


    diese frische, satte, erntefreudige, herbe Kraft ...
    das ist nicht Sommer ... das ist Herbst.

    (Cäsar Otto Hugo Flaischlen)

    Ich suchte und fand das Gedicht so passend für meine Fotos. Überall entdeckte ich heute die Spuren des Herbstes. Abgeerntete Felder, kleine Nebelschleier und taubetupfte Spinnennetze in den schattigen Tälern, und den Wäldern entströmte ihr würziger Atem. Lediglich die aufglimmenden Krautfeuer blieben mir versagt. Aber ich konnte mir die kleinen duftenden Rauchschwaden gut vorstellen. Überhaupt wecken solche Tage wieder viele Erinnerungen ... vorallem auch an meine Kindheit.

    Ich bin so dankbar für solche Tage. Dann kann ich ICH sein, kann so sein, wie ich es mag. Den Blick in die Ferne, eingehüllt und beschützt von einer dicken Hülle aus Wald, Wiesen und Feldern ...



    Ich wünsche euch eine schöne, unbelastete neue Woche ... bis bald.





    Waldameise 12.09.2010, 19.06 | (17/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    22 Grad

    ... sind fürs Wochenende vorhergesagt.

    Ich hoffe nur, die meinen nicht pro Tag 11 Grad ... ;-)



    Habt ein schönes, erholsames, apfelrotes Wochenende ... bis bald.

    Waldameise 10.09.2010, 18.01 | (12/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Vorgetäuscht

    Was ist nun mit diesem Spätsommer, der einem gefühlten Spätherbst gleichkommt? Ich wollte ihm noch eine Chance einräumen. Das mach ich jedes Jahr und werde selten enttäuscht. Aber dieses Jahr scheint ziemlich schnell seine Kräfte zu verlieren, wirkt schon müde und alt. Will es mir damit zeigen, dass es den Jahren wie den Leuten geht oder mir gar den Spiegel vorhalten?

    Stimmt, ich fühle mich müde und schlaff. Aber wie soll ich meinem Körper erklären, dass die Winterschlafgefühle noch gar nicht angebracht sind, wenn es wie aus Eimern schüttet und die Eröffnung der Heizsaison schon aus vielen Schornsteinen qualmt?

    Du musst dir schon ein wenig Mühe geben, lieber Nochsommer. Für dein Täuschungsmanöver haben wir kein Verständnis, ... nicht in der Form. Dann zieh dir wenigstens deinen Malerkittel über und bring deine Farbpalette und die himmelblaue Leinwand mit. Damit die Trübnis aus meinem Herzen weicht.



    Zum Glück sind die Aussichten nicht schlecht und stimmen versöhnlich.
    So wünsche ich all meinen lieben Lesern (auch den stillen) von Herzen eine schöne spätsommerliche Restwoche.

    Und vergesst bitte nicht ... vom Fliegenpilz zu lernen,

    dass auch etwas Kleines
    großes Glück
    bedeuten kann.


    Waldameise 08.09.2010, 22.07 | (22/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Der Spätsommer ...

    mit seinem lieblich-sanften Licht ist schuld, dass ich meinen Blog am Wochenende etwas vernachlässigen musste. Auch aus den versprochenen Besuchen bei euch bzw. euren Blogs ist nichts geworden, was mir besonders leid tut. Aber ich hole es baldmöglichst nach, großes Indianer Waldameisenehrenwort. ;-)

    Im Sommer bin ich nämlich irgendwie ein wenig betriebsblind, was meine Hausarbeit anbelangt. Es mag an der grellen Sonne liegen, dass ich gewisse Abläufe regelrecht zu übersehen scheine. Bis mir eines Tages unsanft auffällt, welche Möbelstücke etc. unter kosmetischen Entzug leiden. Naja ... was soll ich groß erklären ... der Lack ist ja wieder dran ... sozusagen.



    Und dafür gings heute wieder in mein Refugium. Diesmal war der Weg das Ziel ... ein Historischer Wanderweg, auf dem es viel zu sehen gab.

    Eine kleine Ausbeute meiner Fotos hab ich euch wieder mitgebracht.



    Die Eichhörnchen können sich freuen. Für Wintervorrat ist bestens gesorgt.
    Die Pilzfresser des Waldes müssen sich allerdings dazuhalten. So taufrisch sahen die Pilze nicht mehr aus, die uns heute über den Weg liefen standen.



    Eines der historischen Höhepunkte war ein Schloss ... genauer gesagt  "ein Schlössle"



    Ob es sich wirklich nur um eine Sage handelt oder diese Steine doch die Überreste eines ehemaligen Schlosses sind, konnten wir leider auch nicht herausfinden.



    Auf dem  historischem Wanderweg gab es auch noch ein Brünnele aus einem Ort, das vermutlich im 30-jährigen Krieg abgegangen ist, ein römischer Weg, Keltengräber und neugierige Kühe ...



    ... wie diese hier mit Nr. 09445. Aber das schönste ist und bleibt für mich immer wieder die einmalig schöne, seelenberuhigende Waldidylle.

    Danke, du lieber Wald !!!



    Und euch vielen Dank für euern Besuch und eure Aufmerksamkeit.

    Habt eine angenehme, freundliche Woche ... bis ganz bald!

    Waldameise 05.09.2010, 22.29 | (25/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Auf dem Nachhauseweg

    ... von meiner Arbeitsstelle, quer durch die City bis zum Busbahnhof, habe ich so viele Eindrücke aufgenommen, dass ich euch ein wenig davon erzählen möchte.

    Ich mag es nicht, wenn meine Geldbörse aus allen Nähten platzt. Wegen der vielen Münzen versteht sich. Die sammeln sich nämlich, weil ich mich immer an der Kasse beeilen muss, meinen Einkauf einzubeuteln, bevor der Nächste seinen Einkaufswagen in meine Nieren schiebt.

    Wie geschickt, dass heute entlang der Einkaufsmeile diverse Leutchen saßen und standen, die ganz erpicht auf meine Münzen schienen.
    Vor dem Buchladen stand ein Mann - ganz aus Gold, der nur seinen Mund bewegte ... geformt zu einem Zwitschern, wenn Leute vorbeiliefen. Das sollte wohl das Zeichen sein, dass jetzt eine kleine Spende nicht schlecht wäre.

    Nicht viel einfallsreicher benahm sich ein ebenso bewegungsloser Silberman vor dem Handschuhladen. Dazwischen sang ein Blinder mit Leierkasten, knüpfte ein düsterer Typ an irgendwelchen Läppchen und ein dritter hielt nur ein Pappschild in den Händen.
    Ich hab nicht gelesen, was drauf stand, aber da ich meine Geldbörse erleichtern wollte, hatte auch er heute Glück.

    Eigentlich wollte ich euch noch beschreiben, welche außergewöhnlichen Outfits mir über den Weg liefen, aber das wird dann doch zuviel Text für heute ...

    Nur eines muss ich euch noch schnell erzählen:
    Als es in den letzten Nächten so kalt war, dass ich mich plötzlich daran erinnern musste, wie düster es um meine Bettdecke bestellt ist, hab ich mich kurzerhand entschlossen, mit dem Kauf nicht länger zu zögern. Puuuh, was für ein Satz. Mon Dieu, ist es manchmal schwierig, eine kleine Begebenheit verständlich nieder zu schreiben, ohne dabei abzudriften ...

    Jedenfalls kam heute meine Vier-Jahreszeiten-Bettdecke. Wie immer musste das Tigerle doch gleich mal nachschauen, was sich in dem leeren Karton befindet ...



    Vielleicht wissen das diese Pakethersteller, weil sie gleich die passende Aufschrift gedruckt haben? ;-)

    Nun muss ich erstmal in die Küche. Vorher möchte ich mich ganz ganz herzlich bei euch bedanken, dass ihr nicht müde werdet, meine Seele mit euren vielen lieben Gedanken zu beruhigen. Danke, ihr tut mir gut.

    Ich komm auch noch bei euch vorbei ...
    wünsche euch aber vorerst mal an dieser Stelle ein schönes, erholsames Wochenende ... und alles Liebe für euch ... bis bald!




    Waldameise 03.09.2010, 16.50 | (10/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Tränendes Auge

    Nun geht das wieder los. Das hatte ich schon vor Jahren einmal. Der Augenarzt erklärte mir damals, dass der Tränenkanal verstopft sei. Vermutlich hab ich es wiedermal übertrieben damit. Also wird nun auch ein Termin beim AA fällig. Damals wurde mir schwarz vor Augen ... im wahrsten Sinn des Wortes, als er mir so einen ... ach, ich wills gar nicht beschreiben. Ist jedenfalls nicht schön. Aber vielleicht musste es jetzt sein, denn auch der Besuch ist längst überfällig. Ich merke schon, je älter man wird, umso wichtiger wird es, seine Arztphobie zu überwinden ... seufz.

    Festgestellt hab ich heute, dass es doch noch nicht so einfach ist, Fotos anzuschauen, auf denen auch mein lieber Mann zu sehen ist. Bis auf dieses hier in meinem Blog. Dass er mich so anschaut, wie unzählige Mal in meinem Leben, tut einfach gut. Aber der Anblick anderer Fotos - meistens in besonders schönen Momenten geschossen, wie das nunmal bei Fotos so ist - tut mir noch furchtbar weh. Dann kommen die Tränen geschossen und nichts scheint verstopft zu sein.

    Ich weiß, es ist irrsinnig, aber ich muss dann immer denken und mich fragen, warum ich denn nichts geahnt habe, ihn nicht warnen oder nochmal über alles mit ihm reden konnte. Man sieht es ihm einfach nicht an, welch unabwendbares Schicksal bevor stand. Es ist unbegreiflich für mich und wird es immer bleiben. Die Fotos vom letzten Weihnachtsfest werde ich wohl nie wieder anschauen können. Einen Tag vor dem Ende gingen wir noch spazieren ... als wär alles in bester Ordnung.



    Danke, dass ich das alles schreiben darf ... dass ich mich mit diesen Gedanken auch hier nicht zurückhalten muss. Es tut so gut, darüber zu schreiben. Vielleicht ist der herannahende Herbst daran schuld, dass die Gedanken wegen der Fülle überquellen und raus wollen, damit es den Druck etwas nimmt. Ich weiß, dass es vielen Menschen so geht. Umso schöner, wenn man hier einen Platz gefunden hat, an dem man sich austauschen kann.

    Nun haben wir schon September. Letzte Nacht gab es hier in der Nähe schon den ersten Bodenfrost. Aber keine Sorge, jetzt soll es erstmal wieder bergauf gehen. So einen kleinen Schwächeanfall gibt es doch jedes Jahr zu dieser Zeit. Das muss nichts bedeuten ... ;-)



    Verträumt und müde
    wie ein Schmetterling im September
    taumelt der Sommer das Gelände entlang.

    Altweiberfäden wirren sich
     um seine zerrissenen Flügel
     und die Blumen, die noch blühen,
    haben keinen Honig mehr.

    (Cäsar Otto Hugo Flaischlen)

    Waldameise 01.09.2010, 21.45 | (22/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Schweinsohren und laute Motoren

    Zum Wochenausklang noch ein paar Zeilen. Vielleicht seid ihr ja neugierig, was es mit den Schweinsohren so auf sich hat ... ob ich die bekommen habe von den lauten Motoren oder so. ;-)
    Aber zunächst einmal ganz lieben Dank für eure vielen lieben Zeilen, die mich darin gestärkt haben, dass an meinen Gefühlen nichts auszusetzen ist. Wer mich nicht versteht, von meinen Gedanken nichts lesen oder hören möchte, der muss das ja auch nicht tun. Man muss nicht alle Menschen verstehen, und ich fühle mich sowieso tausendmal wohler, wenn ich von denen umgeben bin, die mich verstehen, bei denen ich mich weder rechtfertigen noch erklären muss. Das betrifft das virtuelle Leben genauso wie das reale.



    Hattet ihr ein schönes Wochenende in den Wolkenlücken? Entweder macht der Sommer jetzt auch Urlaub oder der Herbst kann es wiedermal nicht erwarten, uns seinen Wind um die Nase zu pusten und uns zu zeigen, dass nun bald seine Amtszeit beginnt. Aber wie ich den Sommer kenne, wird er sich das Zepter nicht so leicht aus der Hand nehmen lassen.

    Nichtsdestotrotz mussten wir auch heute nach draußen. Unser Ziel lag heute nicht weit entfernt ... erst ein wenig entlang der Donau ...



    ... über eine Brücke und entlang eines Feldweges Richtung Nachbarort, wo heute ein Flugfest stattfand. Zum Glück blieben die Himmelsschleusen geschlossen, obwohl es immer so aussah, als wollte es jeden Moment losregnen.



    Wir waren also quasi auf der gegenüberliegenden Seite des Geschehens zwischen Maisfeldern, und hatten dadurch eine tolle Sicht.

    Wie sieht es aus - würdet ihr euch zu einem Tandemsprung überreden lassen? Ich weiß es jedenfalls nicht. Käm wohl auf die Situation an. Vorallem hätte ich vor der Landung Angst, obwohl die auch ganz sanft und ungefährlich sein soll.



    Am begeisterten war ich wieder von den Kunstfliegern. Wegen der Bewölkung konnten wir richtig gut zuschauen, ohne geblendet zu werden. Ein tolles Programm. Grad der Doppeldecker erinnert mich immer wieder an "Die tollkühnen Männer mit ihren fliegenden Kisten". Daran hat sich nichts geändert. Sie sind schon tollkühn, diese Jungs.

    Ein Highlight war diese Yak 55. Schon ihr Sound ist toll ...



    Etwas durchgefroren gings dann nach Hause zu einer schönen Tasse Kaffee. Dazu gabs ein Schweinsohr, ein gebackenes versteht sich. Die mag ich seit meiner Kindheit, und ich bin froh, dass es sie immer noch gibt. Manches aus jener Zeit ist ja inzwischen verschwunden, leider.

    Nun hab ich wieder allerhand von mir berichtet. Ich freu mich auf morgen Abend. Da werde ich dann schauen, was ihr so gemacht habt die letzten Tage. Bis dahin schicke ich ganz liebe Grüße in die Runde und wünsche eine gute Woche.

    Waldameise 29.08.2010, 22.05 | (18/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

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    Wissenschaft genügt nicht, um die Sprache der Natur zu verstehen. Für viele Menschen sind Poesie und Kunst verständliche Dolmetscher.
    Friedrich Ratzel





    In den Wäldern sind Dinge,
    über die nachzudenken

    man jahrelang
    im Moos liegen könnte.
    Kafka








    Die Erinnerung ist
    das einzige Paradies,
    aus dem man nicht
    vertrieben werden kann.
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