Waldameise
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     Alles ist Mitteilung
     in der Natur
     Bettina von Arnim


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    In dem heiligen Schweigen, in der großartigen Ruhe der Natur liegt der höchste Trost für den, der ihre Sprache versteht.
    Fanny Lewald






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    Und wo lang geht`s nun? ...



    Welchen Weg auch immer ihr einschlagt,
    ich wünsch euch einen guten Start in die neue Woche!
     

    Waldameise 15.08.2010, 23.43 | (9/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Im Himmelsbilderbuch ...

    blättern und lesen, das tu ich für mein Leben gern. Kein Buch ist so vielseitig ... im wahrsten Sinn des Wortes. Jeden Tag gibt es neue Geschichten, neue Bilder. Und nie wird es langweilig, fast nie.
    Ein Buch, dessen Seiten jeden Tag neu geschrieben werden, und das niemals ein Ende haben wird ... hoffentlich.
    Und da dieses Buch auch nie erscheinen wird, zieh ich oft selbst los, um ein paar Blätter festzuhalten. Bilder, die niemals wieder genau so erscheinen, nachgebildet oder reproduziert werden können ... zumindest da oben.



    Da euch mein Regenbogenfoto von gestern Abend so gefallen hat, zeige ich euch gern noch weitere Seiten von gestern Abend. Ganz lieben Dank für eure freundlichen Kommentare dazu.

    Man muss ganz schön schnell sein, will man einen besonderen Moment erwischen ...



    Manchmal genügen Minuten und die Sonne ist hinter einem neuen Wolkenberg verschwunden. Der Blick ins Himmelsbuch lohnte sich dennoch ...



    Als Kind legte ich mich oft mit meiner Freundin mit der Decke mitten in ein Feld. Kein Mensch ahnte, dass wir dort waren. So konnten wir ungestört nach oben schauen.
    Das bot sich natürlich nur bei schönem Wetter und Schäfchenwolken an. Daran war gestern nicht zu denken. Dennoch hab ich den Abendspaziergang genossen.



    Dass sich die Wolken erstmal verziehen und auf uns ein schönes Sommerwochenende wartet, wünsche ich mit vielen lieben Grüßen in die Runde ... bis bald !!!

    Ach ja, zu den Blaufaltern (zwei Einträge vorher) wollte ich ja auch noch etwas sagen.
    Ich war selbst ganz überrascht. Mitten auf diesem Feldweg hielten sie diese Konferenz und flatterten auch nicht weg, als ich mich ihnen vorsichtig näherte.
    Erst als ich ganz zu ihnen vordrang, flatterten sie hoch. Aber dabei blieben sie wie in einer Art Kreis, um sich nach vermeintlichem Gefahrenabzug gleich wieder dort niederzulassen. Seltsam. Ich habe auch keine Erklärung dafür ...


    Waldameise 13.08.2010, 22.01 | (18/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Friede

    Grau und trüb und immer trüber
    Kommt das Wetter angezogen,
    Blitz und Donner sind vorüber,
    Euch erquickt ein Regenbogen.
    Frohe Zeichen zu gewahren
    Wird der Erdkreis nimmer müde;
    Schon seit vielen tausend Jahren
    Spricht der Himmelsbogen: Friede!

    (Goethe)


    Waldameise 12.08.2010, 22.18 | (19/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Mammatus

    nennt man diese Wolkenform ...



    Wie es zu ihrer Entstehung kommt, könnt ihr HIER nachlesen.

    Die Aufnahme entstand schon vor ca. 2 Wochen. Es war ein mulmiges Gefühl unter dieser Bobbelwolkendecke zu stehen. Aber ich kann euch beruhigen, sie ist weiter gezogen. Das Gewitter gabs dann - wie so oft - erst im Bayerischen.

    Waldameise 11.08.2010, 18.49 | (17/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Auf Regen ...

    folgt Sonne. Das auch, ja, zum Glück. Aber eigentlich wollte ich bemerken, dass derzeit wohl auf Regen niemand gut zu sprechen ist, dem ich angesichts der Bilder und Nachrichten von den Überschwemmungsgebieten nur zustimmen kann.
    Dennoch ermöglicht mir dieses Wetter, den Sonntagabend endlich mal für ein paar Zeilen nutzen zu können. Wird es doch höchste Zeit, mich für all eure lieben Gedanken in den Kommentaren zu bedanken.

    Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr mir euer Zuspruch und Ansporn hilft. Ich fühl mich nicht allein und Ängste und Bedenken werden dadurch wesentlich entschärft.
    Mein lieber Mann hat mir immer den Rücken gestärkt. Nun kommt es mir manchmal vor, als habe ich im Gefecht des Lebens mein Schild verloren. Aber jeder aufrichtige, von Herzen gesendete stützende Gedanke ist auch ein Teil eines Schildes. Ein ganz liebes Danke dafür.



    Ein paar Fotos aus dem idyllischen Glastal hab ich euch heute mitgebracht. Ein schönes Ausflugsziel für heiße Tage. Ob uns der Sommer noch ein paar davon schenkt?

    Gern würde ich euch von meiner ersten Arbeitswoche berichten, aber das geht ja leider nicht.
    Nur soviel: Es ist nun ein ganz anderer Bereich. Viel Neues und Interessantes kommt da auf mich zu. Ich hoffe, ich pack das alles. Manchmal glaube ich immer noch, eines Tages aus einem langen Traum zu erwachen. Alles wirkt dann so surreal auf mich. Zwischenrein immer wieder die Erinnerungen an die vergangenen Jahre, in denen ich ein völlig anderes Leben führte. Es lässt sich schwer in Worte kleiden.



    Ohne Vorbereitung wurde ich in ein neues Leben geworfen. Es ist nachwievor nicht nachvollziehbar, dass ein Mensch, der fast 25 Jahre an meiner Seite war ... Tag für Tag ... von einem auf den anderen Tag nicht mehr da ist. Ein Mensch, der so unzählig viele Spuren hinterlassen hat, wie kann der einfach so verschwinden? Hunderte Dinge ... eben noch berührt und plötzlich nie nie wieder ...

    Nein, ich frage das hier nicht wirklich. Es beschreibt nur meine Gefühle und Gedanken, die mich Tag und Nacht begleiten. Jetzt, in dieser neuen Phase, natürlich ganz besonders. Wie hätte er sich gefreut, dass ich diesen Job bekommen habe ...



    Der kleine Ausländer sprang mir auch über den Weg. Dass er besonders aggressiv sei, wie mancherorts behauptet wird, konnte ich nicht feststellen ;-)

    Nachtrag: Wie ich gerade nachlesen konnte, scheint die Behauptung doch fälschlich, dass die schwarzen Eichhörnchen eingewandert sind. Auf DIESER schönen Seite könnt ihr es nachlesen.

    Und mit dieser Blaufalter-Konferenz verabschiede ich mich für heute ...



    ... und wünsche euch eine schöne Zeit.

    Waldameise 08.08.2010, 17.48 | (21/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Lebenszeichen

    Nein, ich hab mich nicht in meinen Ameisenhaufen verkrochen. Ich bin nur momentan etwas ruhiger. So ganz allgemein. Die liebe Sonne scheint mich immer auch ein wenig zu blenden, denn sobald sie sich zurückzieht, kann ich all die Dinge wieder deutlicher sehen, die sich vorher im Schatten versteckt hatten. Wie auch immer ... ich muss mal ein wenig pausieren.



    Nächste Woche melde ich mich wieder und kann euch hoffentlich von meinem Wiedereinstieg in die Arbeitswelt berichten. Ich dumme Nuss hab doch tatsächlich Angst, bis dahin könnte noch was passieren. Ich könnte mir den Fuß brechen z.B.
    Irgendwer hat zu mir gesagt, wenn man negativ denkt, passiert auch was Schlimmes. Und in der Tat knick ich mir doch heute beim Treppensteigen das rechte Fußgelenk. Gottseidank ist aber nix passiert.



    Ja, da muss ich noch ganz schön an mir arbeiten. Warum nur bin ich manchen Menschen gegenüber so schüchtern und unsicher? Warum fühle ich mich so verdammt ungebildet, nur, weil ich mich nicht so eloquent ausdrücken kann. Dabei mag ich diese geschraubte Wortwahl eh nicht. Ich bin ein Mensch, der am liebsten Herz und Seele sprechen lässt.

    Mit Widerlegen, Bedingen, Begrimmen
    Bemüht und brüstet mancher sich;
    Ich kann daraus nichts weiter gewinnen,
    Als daß er anders denkt als ich.

    Johann Wolfgang von Goethe



    Was solls, bald weiss ich hoffentlich mehr. Und damit ich euch nicht noch mehr auf den Nerven rumtrample,  zieh ich mich für ein paar Tage zurück und melde mich erst wieder, wenn es was Interessantes zu berichten gibt.

    Ich wünsch euch ein frohes Wochenende und alles Liebe.
    Bis bald ... eure Waldameise.

    Waldameise 29.07.2010, 21.59 | (26/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Sprache

    Der Baum, dessen Laub rauscht,
    die Heide, deren Blüten duften,
    das ist für mich die große Historie, die unvergänglich ist.

    Wenn ich ihre Sprache richtig spreche,
    so werde ich die Sprache aller Zeiten sprechen.

    (Théodore Rousseau)


    Waldameise 25.07.2010, 23.32 | (10/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Nach dem Sommergewitter

    Es geht ein Seufzen durch den Garten.

    Die Wurzeln trinken, Blümchen warten
     bis sich das Blau des Himmels zeigt
     und Blüten sanft vom Nass befreit.
     

     Die dunklen Wolken sind verzogen,

     die Show beschließt ein Regenbogen.
     Durch Wälder zwischen Tannenwaden
     entsteigen weiße Nebelschwaden.
     

     Seit Wochen war die Erde trocken,

     lauft schnell hinaus, die Pfützen locken.
    Gefüllt mit warmen Sommerregen -
     für Herz und Füße purer Segen.


    (c) Waldameise




    Waldameise 24.07.2010, 23.19 | (13/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Veränderungen

    So langsam werde ich nervös. Nur noch eine Woche, dann darf ich wieder ins Arbeitsleben einsteigen. Auf der einen Seite freue ich mich riesig und kann es kaum noch erwarten, auf der anderen bleiben Zweifel und Ängste, ob ich die neuen Aufgaben auch zur Zufriedenheit meiner Vorgesetzten erledigen kann. Ich freue mich auf neue Aufgaben, werde alles in die Waagschale werfen, was mir gegeben ist. Ich sehne mich so sehr danach, wieder gebraucht zu werden, und nach dem Gefühl, etwas zu leisten und mein Auskommen damit zu sichern.

    In den letzten Wochen und Monaten war ich in so vielen Geschäftsstellen und musste dabei meine Belange den unterschiedlichsten Sachbearbeitern antragen. Meistens saß ich ihnen dabei gegenüber und fühlte mich schon etwas beschissen, wenn jene meine Daten in ihren Rechner tippten und viele Fragen stellten, um eine weitere Akte zu füllen. Wie oft sagte ich dann in Gedanken zu meinem Gegenüber "Hey, rutsch mal rüber, lass mich mal an deinen PC ... das kann ich nämlich auch selbst ... ". Überall Jobs, für die auch ich geeignet wäre, und doch war keiner davon frei ...

    Nun bekomme ich eine Chance. Ich weiß noch nicht, was mich erwartet, aber ich hab das Seil ergriffen ... es mir mehrmals ums Handgelenk gewickelt, ganz fest:

    "Also los, ihr da oben, dann zieht mich mal aus dem Loch ... !"



    Die Waldameise wird dann nicht mehr so oft aus ihrem Haufen gekrabbelt kommen. Aber ich bin so dankbar, dass es sie gibt. Neben meiner Familie und Freunden hat sie mir in den letzten Wochen so sehr geholfen, bei allem Schmerz und meiner tiefen Trauer um meinen lieben Mann das Leben nicht zu vergessen. Er war es damals auch, der mir immer wieder sagte, wie toll er meine Begeisterung findet und dass ich ihn - meinen Blog - nicht aufgeben solle, als ich wieder einmal schwächelte. Auch für ihn hab ich die Waldameise ins Leben gerufen. Ins Leben.



    Ich unterhalte mich oft mit ihm ... vorallem an Orten, an denen wir gemeinsam waren. Wie hier auf der Burgruine Hohengundelfingen, von der ich euch schon so oft berichtet habe.
    Es zieht mich immer wieder hierher. An solchen Orten ist er mir besonders nah.
    Ich hätte nie geglaubt, wieviel Kraft er mir schenkt.



    Ein wahres Wunder, dass es hier immer so still und menschleer ist. Oder ist es Zufall?
    Ich liebe diesen Rundumblick in das Tal, beobachte gern, wie winzige Traktoren über den kleinen Ährenteppich flitzen, wie das Sonnenlicht auf dem kleinen Flusslauf tanzt oder eine Radgruppe auf der Suche nach einem kühlen Radler vor dem Mini-Gasthof Halt macht.
    So schön ist das Leben aus einer gewissen Distanz.



    Deshalb mag ich wohl auch den Nachthimmel, hohe Berge, das weite Meer, den Wald und auch das Bloggen. Irgendwie brauch ich immer ein wenig Distanz ... von Alltagswahn, Hektik, Reizüberflutung und Aufdringlichkeit. Ich bin nunmal eine eigenartige leise Waldameise.

    Waldameise 22.07.2010, 19.35 | (20/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Sonne, Mond und Sterne

    Wie kommt es, dass wir Sonne, Mond und Sterne so faszinierend finden? Fotos, auf denen auch diese Himmelskörper zu sehen sind, sprechen uns besonders an.
    Eine kleine Mondsichel genügt schon, um einem Foto/Bild einen ganz eigenen Ausdruck zu verleihen. Ein ansich unspektakuläres Bild bekommt einen Touch, der bei manchen Menschen romantische Gefühle auslöst. Von Sonnenauf- und -untergängen ganz zu schweigen.

    Das muss seinen Ursprung in der Entstehung der Erde und seiner Menschen haben. Mich faszinieren die Gedanken daran. Wenn ich in den sternenklaren Nachthimmel schaue, fühle ich eine andere Welt ... eine große, unendliche Welt, die so viele Rätsel aufgibt.
    Dann frage ich mich immer wieder, warum mich irdische Probleme so sehr belasten. Besser wäre es, mir immer wieder vor Augen zu halten, dass "hier unten" alles vergänglich ist.

    Wichtig ist doch nur, was man aus der Zeit macht, die einem gegeben ist, und dabei zu filtern, was es für Gegenwart und Zukunft wert ist, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, und was in dem Ordner "Lebenshemmer - kein Verwendungszweck" für immer verschwinden soll.




    Der Mond
    schaut auf mich herab.

    Zwischen den Ästen der hohen Tanne
    zwinkert er mir zu,
    als wolle er sagen:

    Ich behüte deinen Schlaf, seh deine Träume,
    aber die Sonne darf dir den ganzen Tag zuschauen,
    dich begleiten, wohin du auch gehst.

    Bleib heute ein wenig länger in meinem Licht
    und zeig mir deine Welt
    bis der Morgen kommt ...


    (c) Waldameise


    Waldameise 21.07.2010, 13.26 | (13/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

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    Wissenschaft genügt nicht, um die Sprache der Natur zu verstehen. Für viele Menschen sind Poesie und Kunst verständliche Dolmetscher.
    Friedrich Ratzel





    In den Wäldern sind Dinge,
    über die nachzudenken

    man jahrelang
    im Moos liegen könnte.
    Kafka








    Die Erinnerung ist
    das einzige Paradies,
    aus dem man nicht
    vertrieben werden kann.
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