Waldameise
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    Liebe Besucher,
    hier findet Ihr
    meine Fotos,

    Erzählungen,
    Gedichte und

    Geschichten
    über meine
    Begegnungen
    in der Natur ...
    herzlich willkommen!


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     Alles ist Mitteilung
     in der Natur
     Bettina von Arnim


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    In dem heiligen Schweigen, in der großartigen Ruhe der Natur liegt der höchste Trost für den, der ihre Sprache versteht.
    Fanny Lewald






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    Tag:

    Maler

    Der Frühling ist ein Maler,
    er malet alles an,
    die Berge mit den Wäldern,
    die Täler mit den Feldern:
    Was der doch malen kann!

    Auch meine lieben Blumen
    schmückt er mit Farbenpracht:
    Wie sie so herrlich strahlen!
    So schön kann keiner malen,
    so schön, wie er es macht.

    O könnt ich doch so malen,
    ich malt ihm einen Strauß
    und spräch in frohem Mute
    für alles Lieb und Gute
    so meinen Dank ihm aus!

    August Heinrich Hoffmann von Fallersleben


    Waldameise 14.05.2012, 23.31 | (11/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Im Walde

    Hier an der Bergeshalde
    Verstummet ganz der Wind;
    Die Zweige hängen nieder;
    Darunter sitzt das Kind.

    Sie sitzt im Thymiane,
    Sie sitzt in lauter Duft;
    Die blauen Fliegen summen
    Und blitzen durch die Luft.

    Es steht der Wald so schweigend,
    Sie schaut so klug darein;
    Um ihre braunen Locken
    Hinfließt der Sonnenschein.

    Der Kuckuck lacht von ferne,
    Es geht mir durch den Sinn:
    Sie hat die goldnen Augen
    Der Waldeskönigin.

    Theodor Storm


    Waldameise 12.05.2012, 17.34 | (10/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Wer suchet ...

    Auch wer um die ganze Welt reist,
    um das Schöne zu suchen,
    findet es nur,
    wenn er es in sich trägt.

    Ralph Waldo Emerson



    Ich mag die Verse von Ralph Waldo Emerson. Er spricht mir so oft aus dem Herzen oder erinnert mich daran, was wirklich zählt im Leben.

    Den Frühling so wundervoll und tausendfach schön empfinden zu können, mit jedem Grashälmchen, jedem Blümchen, jedem Hummelchen und Schmetterling ... und so endlos vielem mehr  ... welch ein Geschenk. Ich bin so reich. Was kann es schöneres geben, als so empfinden zu dürfen? Diese unsichtbare zarte Macht, die mich nach draußen drängt, um all das wahrzunehmen ... wie gern ich sie drängen lasse.
    Ehrfurcht und Dankbarkeit spür ich tief in mir. Ist das schön.



    Den Augenblick zu nützen,
    bei jedem Schritt auf dem Wege an den Abend zu denken,
    die größtmögliche Zahl glücklicher Stunden zu verleben.

    Ralph Waldo Emerson




    Dass ihr am Wochenende das findet, wonach ihr sucht,
    das wünsche ich euch.
    Und sucht ihr nichts, dann soll es euch finden ... das Schöne.

    Liebe Grüße von eurer Waldameise



    Waldameise 11.05.2012, 18.39 | (16/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Feierabend

    Wenn sich im Tal die Sonne senkt,
    der Sepp den Traktor heimwärts lenkt.

    (c) Waldameise



    Waldameise 09.05.2012, 17.21 | (14/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Überladen

    An einem Tag von erster Güte,
    die Wiese stand in voller Blüte,
    wollte die Hummel nicht mehr warten
    und flog hinaus in Susis Garten.



    Die Blümchen ragten aus dem Gras,
    so macht das Sammeln doppelt Spaß.
    Von hundert Blüten staubt sie ab,
    beim Glockenblümchen macht sie schlapp.



    So reichlich sie sich auch bemühte,
    sie passte nicht mehr in die Blüte.
    Den Grund, den fand sie gar nicht toll:
    die Pollenhöschen waren voll.

    (C) Waldameise



    Waldameise 07.05.2012, 18.54 | (20/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Farbexplosionen

    Was für eine Woche. Welch Farbexplosion, wohin man auch schaute. Der Frühling war nicht mit dem Pinsel unterwegs, sondern hat gleich seine schönsten Farben eimerweise über die Landschaft gegossen. Er kann es nicht leugnen, denn ich habe alles festgehalten. Ich will diese Bilder noch nicht wieder vergessen. Halt, halt, ihr wunderbaren Augen-Blicke ...



    ... als noch alles in Blüte stand, wie hier in der Nähe von Wasserburg am Bodensee.



    Der Bodensee war schon so oft unser Ziel, aber diesen schönen Weg zur Antoniuskapelle kannten wir noch nicht.
    Von hier aus hatte man eine wunderschöne Aussicht ...




    Hier kann die Seele baumeln, soviel sie mag. Einfach die Blicke über das Land schweifen lassen und den Stimmen der Natur lauschen.
    Hier oben auf dem kleinen Hügel hätte die Zeit still stehen bleiben mögen in diesem Moment.
    In der Ferne die weißen Segel der kleinen Segelboote, die aus der Entfernung wie Papierschiffchen in einer Pfützen zu schwimmen schienen.




    Noch etwas weiter entfernt die Berge, die noch immer weiße Mützen trugen.

    Wie gerne hätte ich hier noch ein Weilchen verweilt. Aber die Zeit steht nicht still ...




    Fortsetzung folgt ...


    Ganz lieben Dank für eure lieben Zeilen. Nun weiß ich, dass es die richtige Entscheidung war.
    Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche ... bis bald, eure Waldameise.

    Waldameise 06.05.2012, 21.30 | (15/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Natürl-ich

    Vielleicht ist euch aufgefallen, dass ich meinen Ameisenbau ein wenig umgeräumt habe. Nachdem hier kaum noch ganz persönliche, private Dinge angesprochen werden - wie einst, als hier noch meine "Sunny" schrieb - wollte ich einfach nicht mehr, dass Besucher diesen Eindruck haben, wenn sie auf meine Seite kommen und die privaten Fotos meiner Lieben sehen. Die (internetten) Zeiten haben sich verändert und ich will mich auch gar nicht groß erklären, warum und wieso ...

    Der Inhalt dieses Blogs soll größtenteils meine große Liebe zur Natur dokumentieren ... mit meinen Erzählungen, Fotos und Gedichten. Hier kann man sehen und lesen, woraus ich meine Kraft schöpfe. Vielleicht auch als Anregung für euch, oder auch für all die, bei denen die Möglichkeiten begrenzt sind, die Natur so zu erleben.

    Über lieben Besuch freut sich immer ... eure Waldameise.


    Waldameise 05.05.2012, 22.19 | (19/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Berg und Tal

    Ja, so einige Berg- und Talwanderungen habe ich hinter mir in letzter Zeit. Im wahrsten wie im übertragenem Sinn. Deshalb hab ich mich hier so rar gemacht.
    Schöne Zeiten durfte ich erleben, ganz und gar wundervolle Stunden in meinem Refugium. Viele schöne Momente habe ich festgehalten. Bevor die Blüten ihre zarten Blätter verlieren und die Löwenzähne ihre gelbe Kurzhaarfrisur in kleine Schirmchen umwandeln. Viel zu schnell ist diese Zeit für mich. Wie ein Kurzfilm oder ein Kurzroman, von denen man sich noch eine Fortsetzung wünschte.



    Ich mag ja alle vier Jahreszeiten-Maler und ihre Farben. Allerdings ist mir aufgefallen, dass das Weiß des Schnees im Winter auch vergleichbar ist mit dem auf den Millionen Kirschblüten z.B. ... oder das Rot der Erdbeere mit dem auf herbstlichem Weinlaub. So viele Farben findet man das ganze Jahr über in unzähligen Formen und Dingen. Aber eine Farbe gibt es nur einmal. Die gibt es nur im Frühling: das herrliche zarte und frische Frühlingsgrün. Ich liebe es.



    Ich kann mich derzeit nicht sattsehen, -hören und -riechen da draußen ... und von meinen Wanderungen habe ich viele Fotos mitgebracht. Einige werde ich hier zeigen in den nächsten Tagen. Und ich bin schon neugierig, wie ihr den Frühling erlebt. Danke für eure vielen lieben Kommentare.

    Leider gibt es auch viele Sorgen zu bewältigen. Dafür muss ich Kräfte sammeln, jede Menge. Dem Sonnenschein folgt halt auch immer wieder Regen. Aber umgedreht genauso. Beides gehört zum Leben. Deshalb folgt dem Schock alsbald die Erkenntnis, die Probleme anzugehen. Ob Berg oder Tal ... wir wandern weiter.




    Ein schönes Wochenende wünsche ich euch ...

    bis bald,

    eure Waldameise!






    Waldameise 04.05.2012, 23.53 | (12/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Morgenstimmung

    Wenn sich die Nacht dem Ende neigt,

    die Sonne ihre Augen reibt

    und sich mit Wiesentau erfrischt,

    beginnt der Tag im goldnen Licht.




    Lauf mal hinaus mit bloßen Füßen,

    quer über die beperlten Wiesen,

    nur Vogelsang soll dich begleiten,

    spür, wie sich Herz und Lunge weiten.




    Lass deine Sorgen mal zurück,

    vergiss sie für den Augenblick.

    Zum Trübsal führt hier keine Spur.

    Was du jetzt fühlst, ist Leben pur.




    Fernab von jeder strengen Regel,

    nur du allein setzt hier die Segel

    und stimmst mit Goethes Worten ein:

    Hier bin ich Mensch, hier darf ich`s sein!”


    (c) Waldameise



    Der Frühling hat sich zurück gemeldet. Ich hab sogar das Gefühl, er hat den Sommer gleich mitgebracht. Alles erstrahlt in hellem Gelb, Blau und Grün, die Vögel bauen eifrig Nester und die Hummeln summseln durch den Garten von Blüte zu Blüte. Für mich die schönste Zeit des Jahres.

    Ein verlängertes Wochenende steht an und das werde ich nach Möglichkeit in meinem Refugium verbringen.

    Ich wünsche euch eine unbeschwerte schöne Zeit und das Glück, möglichst ganz oft das tun zu können, wonach euch der Sinn steht.

    Ganz liebe Grüße von

    eurer Waldameise.



    Waldameise 27.04.2012, 06.32 | (28/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Frau Gieske

    Sie wohnte im 1. Stock des Wohnhauses meiner Kindheit. Als ich heute morgen im Bus saß und meinen Gedanken nachging, während ich die Bilder da draußen an mir vorüber ziehen liess, musste ich ganz plötzlich an sie denken.
    Das passiert mir öfter, dass mir ein Stück meines Lebens wie ein reif gewordener Apfel in den Schoß fällt.

    Auf einmal sah ich alles wieder vor mir. Die kleine zierliche Frau, die Frisur und Kleidung nicht mehr in den Griff zu bekommen schien. Wie sie mit ihren vom Leben gezeichneten knorrigen Fingern versuchte, mir ein Stück Schokolade in den Mund zu schieben, wenn ich an ihrer Wohnungstür vorbeikam.
    Vermutlich hörte sie meine Trippelschritte aus dem 4. Stock bereits, wenn ich die Wohnung verlassen hatte, denn immer ging ihre Tür auf, wenn ich im 1. Stock angekommen war. Aber auch, wenn ich aus der Schule nach Hause kam. Kaum, dass ich den Briefkastenschlüssel im Schloss drehte, hörte ich auch ihre Wohnungstür aufgehen.

    Immer wieder bat sie mich für eine Weile zu sich. Zu gern griff sie in mein damals langes welliges Haar oder berührte mich an der Wange und schwärmte dabei. Damals begriff ich natürlich nicht, dass sie sich wohl nach Jugend und Kindheit zurück sehnte. Mir war es unangenehm und doch wollte ich sie nicht enttäuschen und liess es geschehen.

    Ihren Mann kannte ich auch noch. Aber ich war noch sehr klein, als er noch lebte. Er litt an Parkinson, was jedoch auf seinen Gemütszustand keinen negativen Einfluss zu haben schien. Immer wieder drang sein inbrünstiger Tenor durchs Haus vom EG bis unters Dach. Jetzt  in meiner Erinnerung finde ich das immer noch so wunderschön.

    Wie schlimm muss es für die alte Dame gewesen sein, als seine Stimme eines Tages für immer verstummte.

    Warum ich davon erzähle? Weil sich ein Spruch von ihr, den sie gegenüber mir und auch meinen Eltern immer und immer wieder wiederholte, fest in mein Gedächtnis eingebrannt hat.

    Immer wieder sagte sie zu uns mit sehr eindringlicher Stimme:

    "Nehmt euer Leben wahr!"

    Wenn sie wüsste, dass ich das nie vergessen habe ...



    Waldameise 24.04.2012, 19.05 | (15/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

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    Wissenschaft genügt nicht, um die Sprache der Natur zu verstehen. Für viele Menschen sind Poesie und Kunst verständliche Dolmetscher.
    Friedrich Ratzel





    In den Wäldern sind Dinge,
    über die nachzudenken

    man jahrelang
    im Moos liegen könnte.
    Kafka








    Die Erinnerung ist
    das einzige Paradies,
    aus dem man nicht
    vertrieben werden kann.
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