Waldameise
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     Alles ist Mitteilung
     in der Natur
     Bettina von Arnim


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    In dem heiligen Schweigen, in der großartigen Ruhe der Natur liegt der höchste Trost für den, der ihre Sprache versteht.
    Fanny Lewald






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    Sicherheitsschloss

    Waldameise 21.08.2008, 14.28 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Spätsommerabend

    Abendliche Schatten
    huschen über trockengelbe Felder.

    Der Wald färbt sich schwarz
    und entlässt die Hitze des Tages.

    Sanft bläst der Wind ohne Zorn,
    zupft erstes Laub von den Bäumen.

    Noch dringt das Abendlied der Grille
    durch weit geöffnete Fenster.
     
    Noch ist die Gartenmauer warm,
    an die ich mich lehne.

    Noch riecht es nach Leben
    von feuchten Wiesen und reifem Obst.

    Müde schließen die Blüten ihre Köpfe,
    während der rote Ball versinkt,

    wartend
    auf ihren letzten Traum.



    (Sunny)


    Waldameise 20.08.2008, 22.38 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Mein Gewissen ...

    (warum nennt man es eigentlich das schlechte? Ist es nicht das gute Gewissen, das einem plagt? Oder überhaupt einfach nur das Gewissen? Warum sollte es ein schlechtes und ein gutes Gewissen geben? Ein schlechtes Gewissen ... irgendwie wirkt das grad komisch auf mich. Ich denke, wenn jemand ein Gewissen hat, ist es gut. Hat er keines, ist es schlecht. Insofern gibt es gar kein schlechtes Gewissen ... oder?)

    plagt mich immer (man könnte es auch leichtes Ziehen nennen, also nicht so ernst zu nehmen), wenn ich ein paar Tage nicht kochen konnte, weil einfach die Zeit nicht reichte. Dann bin ich froh über einen freien Tag, an dem ich meine Familie so richtig verwöhnen kann. So wie heute. Und ich setze heute noch einen obendrauf und werde einen Blaubeeren-Zitronen-Kuchen backen. Es gab grad günstig Heidelbeeren ... da kam mir der Gedanke ;-)



    Einen Brief für meine Mom hab ich auch schon geschrieben. Den leg ich dann einem Päckchen bei, das ich heute noch für sie packen möchte. Ein Büchlein mit Geschichten und Gedichten, die Fotos von ihrem letzten Besuch und eine schöne Musik-CD lege ich dazu, denn sie hat am Freitag Geburtstag.

    Gesehen hab ich gestern Abend auf arte eine tolle Sendung über ABBA. Das sind schon geniale Musiker und ihren Werdegang finde ich hochinteressant. Tolle Menschen.
    Überhaupt schau ich unheimlich gern Verfilmungen von wahren Lebensgeschichten.

    Fenster sollte ich auch noch putzen. Das tu ich weniger gern. Vielleicht sollte ich abwarten, bis mich mein "schlechtes Gewissen" plagt ...

    Waldameise 20.08.2008, 12.41 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Ein liebes Hallöchen

    allen, die heute Abend hier noch reinschauen. Endlich daheim ... bin geschafft heute. Endlich reinschlüpfen können in die Wohlfühlklamotten ... das tut gut. Ihr seid schon drin? Na, dann ... einen schönen Abend.
    Ich muss meinen Rechner gleich wieder runterfahren. Der Blick auf das Schweizer Radar verheißt nichts Gutes. Außerdem muss ich schon wieder in die Küche. Heute bleibt sie aber kalt. D.h., es gibt schon was zu essen, aber nix warmes und auch nix aufgewärmtes. Ui, es wird immer dunkler ... bis bald, ihr Lieben ...

    Waldameise 19.08.2008, 19.30 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Leider ...

    reicht mir heute die Zeit nicht mehr für ein "Blog-Ringel" ;-) Muss in die Küche. Da wird es jetzt übrigens immer dustrer. Aber nicht - wie ihr jetzt vielleicht vermutet - weil die Tage immer kürzer werden. Nein, weil meine Schönmalve immer länger bzw. größer wird.

    Hat jemand ne Ahnung, wie hoch die noch wachsen will? Bald stößt sie nämlich an die Küchendecke. Ich bring es aber auch nicht übers Herz, ihre Wuchslust einzudämmen, indem ich sie köpfe. Kommt nicht in Frage ...



    Könnt ihr euch noch daran erinnern, als ich euch die erste Blüte gezeigt habe?

    Waldameise 18.08.2008, 20.22 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Will euch nicht länger

    zappeln lassen und schnell mal auflösen. Hier das Originalfoto ...



    Was gruschtelt denn da im Besenschrank ??? Miauuu ... riecht verdächtig nach Tigerle Dieterle ... rrrrr ...



    Leider etwas unscharf. Musste so schnell auf den Abzug drücken, damit ich den Moment nicht verpasse.

    Mehr später ... ich wünsch` euch einen guten Start in die neue Woche !!!

    Waldameise 18.08.2008, 08.49 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Heute mal kein Nickerchen

    am Sonntagmittag. Gleich werde ich ein Käffchen kochen, dazu ein kleines Stückchen Erdbeer-Frischkäse-Kuchen reichen und mich auf ein anschließendes Sonntagsringel freuen. So bezeichnete jedenfalls meine Mutter einen kleinen Spaziergang. Wir gehen jetzt ein Ringel.

    Komisch, dass manche Bezeichnungen im Laufe der Zeit wieder in Vergessenheit geraten und eines Tages - ohne sagen zu können, wieso - plötzlich wieder da sind. Das passiert mir ständig. Und ich muss sagen, dass die Bezeichnungen meiner Mutter für die unterschiedlichsten Dinge schon sehr prägend für mich waren.

    Aber auch Sprüche ehemaliger Lehrer haben sich ein für allemal in mein Gedächtnis gebrannt. Unser Mathelehrer z.B. zitierte bei jeder Gelegenheit Busch, d.h. er hatte für alle Situationen den passenden Spruch parat ... nach dem Motto "Die Beiden schau`n sich ins Gesicht - der eine froh, der andre nicht ... " lach.

    Die Pamofi zu fotografieren, hab ich gar nicht erst versucht. Dazu fehlen mir die entsprechenden Objektive. Aber rangezoomt hab ich den Guten, als er gestern Abend am nachbarhäuslichen Schornstein hochkletterte ...



    Euch wünsche ich noch einen schönen Sonntagnachmittag. Wem langweilig ist, der kann ja inzwischen mal raten, was hier (nicht) zu sehen ist ...






    Waldameise 17.08.2008, 15.04 | (7/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Überstanden

    Was bin ich froh, den ZA-Termin hinter mir zu haben. Und echt nicht nur, weil ich beim Kochen nun wieder Knoblauch verwenden darf . Ich hab doch tatsächlich schon wieder geschwächelt gestern und hätte am liebsten gekniffen.
    Gut, dass der Behandlungsstuhl beschichtet ist ... puuuh. Ich danke euch nochmal fürs Händchenhalten.
    Ich hab euch heute mal eine kleine Geschichte mitgebracht, die ich in etwa so erlebt habe . Was heißt ich ... ich meine natürlich die zuckerwatteweiche weiße Socke aus meinem Sockenfach.

    Verschollen

    Es war einmal eine zuckerwatteweiche weiße Socke. Und wie das so ist bei Socken, hatte auch sie eine Zwillingsschwester. In ihrem Beruf als Fußwärmespezialist kamen die Beiden so ziemlich herum und erlebten so manches Abenteuer. Weil sie sich aber dabei schmutzig machten und ihr Arbeitgeber solche Fußwärmer nicht mochte, mussten sie von Zeit zu Zeit gemeinsam mit anderen Zwillingspärchen ihrer Art im weißen Waschhaus mit dem großen runden Glasfenster ein Bad nehmen.

    Eines Tages passierte es nun, dass die zuckerwatteweiche weiße Socke während so eines Bades ihre Zwillingsschwester verlor.
    Als ob es nicht schon schlimm genug war, die eigene Schwester zu verlieren, war nun auch ihr Arbeitsplatz in Gefahr. Ohne ihre Zwillingsschwester war der Arbeitgeber einfach an keiner weiteren Zusammenarbeit interessiert. Da konnte die zuckerwatteweiche weiße Socke noch so lieblich duften, sie hatte keine Chance.

    Aber er hatte ein Herz, und gab die zuckerwatteweiche weiße Socke nicht zum Sockenfriedhof, sondern legte sie in den Schrank zu den anderen. Besonders schön war es da aber auch nicht für sie. Während die anderen Sockenpärchen kamen und gingen und von den schönsten Abenteuern berichteten, konnte sie nur von alten Zeiten träumen.

    Nun geschah es eines Tages nach langer langer Zeit, dass die Frau des Arbeitgebers große Wäsche hatte. Das heißt, sie hatte mehrere Bettbezüge zum Trocknen aufgehängt und konnte sie nun, da sie trocken waren, wieder abnehmen.
    Da spürte sie plötzlich in einem der Kissenbezüge einen blinden Passagier.
    Ganz eindeutig - so vermutete sie - wollte sich da jemand unbemerkt ein gratis Bad gönnen. Doch die Frau des Arbeitgebers sollte sich irren, denn es handelte sich um keinen blinden Passagier, sondern um jene verschollen geglaubte Zwillingsschwester der zuckerwatteweißen weißen Socke.

    Was für eine Wiedersehensfreude. Sogar die Frau des Arbeitgebers jubelte.

    Wie es allerdings zu ihrem Verschwinden kam, was letztendlich dazu führte, ob sie womöglich Opfer einer Entführung war und welche Abenteuer sie zu bestehen hatte, werden wir wohl niemals erfahren.
    Aber vielleicht erzählt sie es ihrer zuckerwatteweichen weißen Zwillingssocke, wenn sie gemeinsam mit den anderen ihre Wiedervereinigung feiern.

    (Sunny)

    Ich melde mich irgendwann am Wochenende wieder. Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit und alles Liebe ...


    Waldameise 14.08.2008, 08.55 | (8/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Während andere

    unbeeindruckt von den Geschehnissen um sie herum Siesta halten ...



    ... muss ich zur Wurzelbehandlung und bin längst nicht mehr so mutig, wie noch vor einer Woche. Warum ebbt so ein Tapferkeitsschub immer so schnell ab?

    Waldameise 13.08.2008, 14.09 | (8/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    So richtig geregnet ...

    hat es hier schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Als würde man über eine Wiese voller ausgeleerter Chipstüten laufen, so knisterte und knackte es, wenn ich runter zum Kompost wollte.
    Letzte Nacht nun vernahm ich dann dieses Rauschen an meinem Ohr. Im Halbschlaf dämmerte es mir ... dieses Geräusch kannte ich doch irgendwo her. Richtig, so klingt Landregen. Und den braucht die Landschaft hier dringend. Also darf es ruhig ein Weilchen dröppeln.

    Vergangenen Sonntagabend waren wir allerdings froh, dass es wettermäßig wieder so schön war, wie schon vergangenen Sonntag.

    Es gibt Momente, da möchte ich mit niemanden, nichtmal mit einer berühmten Hotelerbin tauschen. Um nichts auf der Welt. So viele Menschen können die ganze Welt bereisen und doch möchte ich wetten, dass sie ihr Leben lang auf solche Momente verzichten müssen, denn sie sind unbezahlbar.

    So ein Moment, wie an diesem Sonntagabend, als mein Mann meinte, wir könnten doch wiedermal mit dem Motorrad über die Alb fahren. Gesagt, getan.



    In der Abendsonne gemächlich über die Alb fahren und durchs liebliche Lautertal mit seinen langen Schatten und diesem einmalig würzigen Duft, der aus den abendlichen Wiesen und Wäldern strömt ... oja, da geht mir das Herz auf. Dann atme ich ganz tief durch und sauge die Stimmung in mir auf.

    Unser Ziel war wieder einmal das Kloster Untermarchtal mit seiner wunderschönen Kirche. Ein paar Fotos davon möchte ich euch zeigen, auch wenn sie nicht annähernd die Pracht widergeben, wie sie im Original zu erleben war/ist.



    Just in dem Moment, als wir die menschenleere Kirche (seit 2001 Münster) betraten, strahlte die Abendsonne durch das Fenster zwischen der Orgel ...



    und ein Lichtstrahl traf genau auf das Kreuz ...



    Das war so wunderschön und irgendwie total ergreifend in diesem Moment. Wir zwei allein in dieser wunderschönen Kirche und dann dieses Erlebnis. Es war wie ein Zeichen.



    Die Klosteranlage selbst war auch menschenleer. Ich kann das gar nicht beschreiben, wie erhebend das war. Diese hohen, imposanten Bauwerke um mich herum ... der große Platz davor und doch so menschenleer, wie ausgestorben. Ein eigenartiges, ehrfurchtsvolles Gefühl durchströmte mich da ...

    Von der Anlage aus hat man auch einen schönen Blick ins Tal. Diese Stille und der Blick in die Ferne, wie ich das genieße. Schaut mal hier ... wer da wohl wohnen mag?



    Das erinnert mich irgendwie an alte Bilder aus Zeiten, in denen es noch keine Industriegebiete gab. Schön, gell?



    Ich kann da nicht aus meiner Haut ... solche "Begegnungen" zieh` ich jedem noch so tollen Sommerfest mit Spiel und Spaß einfach vor. Ich tick halt ein wenig anders ... ... und hab euch jetzt hoffentlich nicht genervt mit meiner Schwärmerei ... hihi.


    Waldameise 12.08.2008, 15.02 | (7/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

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    Wissenschaft genügt nicht, um die Sprache der Natur zu verstehen. Für viele Menschen sind Poesie und Kunst verständliche Dolmetscher.
    Friedrich Ratzel





    In den Wäldern sind Dinge,
    über die nachzudenken

    man jahrelang
    im Moos liegen könnte.
    Kafka








    Die Erinnerung ist
    das einzige Paradies,
    aus dem man nicht
    vertrieben werden kann.
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