Waldameise
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     Alles ist Mitteilung
     in der Natur
     Bettina von Arnim


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    In dem heiligen Schweigen, in der großartigen Ruhe der Natur liegt der höchste Trost für den, der ihre Sprache versteht.
    Fanny Lewald






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    Schönes

    Wieviel Schönes ist auf Erden
    Unscheinbar verstreut.
    Möcht ich immer mehr des inne werden.
    Wieviel Schönheit, die den Taglärm scheut.
    In bescheidnen alt und jungen Herzen,
    Ist es auch ein Duft von Blumen nur,
    Macht es holder doch der Erde Flur,
    wie ein Lächeln unter vielen Schmerzen.

    Christian Morgenstern


    Waldameise 08.07.2009, 20.18 | (10/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Verbissen

    Es ist nun drei Tage her. Jetzt kann ich es ja sagen, ich hatte einen Zeckenbiss. Ich hatte schon öfter einen Zeckenbiss und hab das nie "so verbissen" gesehen. Erst letztes Jahr im Hals. Das Ding wurde rausgeschnitten, Hals blieb dran, alles okay.

    Diesesmal wollte ich es allerdings vermeiden, zum Arzt zu gehen, obwohl man ja unbedingt sollte, wie ich mehrfach ermahnt wurde.
    Das Problem ist nur ... das Ding steckte in einer sehr ... wie soll ich sagen ... na halt meistens verhüllten Stelle. Ich weiß, Ärzte juckt das wenig ... die kann nichts mehr jucken, weil sie schon alles gesehen haben.

    Aber der Gedanke ... mich so offen zu präsentieren und an der Stelle dann auch noch mit Lupe an mir rumschnippseln zu lassen ... nein, danke.
    Mein Mann hat das Ding entfernt (bis auf ein kleines Stück Fuß oder so) und bis jetzt hat sich noch nichts entzündet. Ich denke mal, es ist alles gut gegangen.

    Oder hat jemand andere Infos in dieser Sache? Kann man vielleicht auch jetzt noch den Teufel an die Wand malen?


    Waldameise 08.07.2009, 17.19 | (14/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Wer hoch sitzt ...



    ... hat so manchen Neider.


    Waldameise 07.07.2009, 12.44 | (8/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Der Sommer

    ... soll nun erstmal Pause machen. Also dachte ich mir, wenn der das kann, können wir das auch. Kein schnelles Malinderwerkstattvorbeischauen, kein Nachderpostsehen und andere diverse Sonntagsbeschäftigungen dieser Art. Einfach mal ein Faulenzer-Sonntag. Obwohl wir dringendst auch mal eine längere Auszeit bräuchten. Aber vorerst ist da wohl nix drin.



    Sie blühen wieder ... meine geliebten Stockrosen.

    Stattdessen ganz viel lesen ... nach kleinen und großen Flugobjekten schauen, die von Blüte zu Blüte (die kleinen) oder am Himmel (die großen) herumschwirrten ... schlafen ... träumen und den vielen Sommergeräuschen lauschen. Biergartentrubel ... Motorradgebrummsel ... herzliche Lacher aller Altersklassen ... einfach ne Menge Gutelaunegeräusche. Sommer.



    Während ich las, wie Johnny seine geliebte Maria um die Ecke brachte, stöberte mein Mann in alten Büchern. So auch im "Buch der großen Erfindungen" aus dem Jahr 1906. Damals bastelte man u.a. gerade an einer Erfindung, die sich später Wählscheibe nannte. Zu dem Zeitpunkt mussten die Verbindungen noch per Hilfskraft im Fernamt hergestellt werden. Unvorstellbar heutzutage.

    Es ist unheimlich interessant, solche Bücher zu lesen. Vorallem fällt mir immer wieder auf, dass sich zwar in technischen Dingen enorm was getan hat im Laufe der Jahrhunderte, aber was den zwischenmenschlichen Bereich anbelangt, wird sich wohl in manchen Dingen nie etwas ändern.



    Einen guten Start in die neue Woche wünsche ich euch. Für einige beginnt nun die Urlaubszeit. Erholt euch schön, und falls es auf Reisen geht, wünsche ich wunderbare, erlebnisreiche Tage.

    Waldameise 05.07.2009, 22.03 | (16/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    So richtig menschlich-natürlich ...

    fühl ich mich heute - ehrlich gesagt - nicht. Eher wie das Ei in der Pfanne. Aber das soll keine Anklage sein, im Gegenteil. Es ist Sommer ... und deshalb liebe ich es, wenn ich irgendwie das Gefühl habe, ich müsste mir ständig das Haar aus dem Gesicht blasen. Ehrlich.



    Heute hab ich was verrücktes getan. Ich hab mir Stachelbeeren gekauft. Stachelbeeren ... hmm. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal Stachelbeeren gegessen habe. Es muss Ewigkeiten her sein.

    Ich nehm mir also so eine Beere ... zupfe das kleine Stückchen Stiel an dem einen und das Putzelchen an dem anderen Ende ab und schieb es in meinen stachelbeerheißhungrigen Mund. Genussvoll schließe ich die Augen und sofort läuft ein Film ab in meinem Kopf.

    Ich bin wieder Kind und nasche heimlich von den großen reifen roten und gelben Stachelbeeren in Großmutters Garten. Ich weiß, dass ich das nicht sollte, schließlich wollte Großmutter Marmelade davon kochen. Und doch konnte ich mich nicht beherrschen, zu süß waren die verbotenen Früchte.

    Ach ja ... lang ists her. Ich seh sie noch vor mir, die alte zerschlissene Hängematte zwischen Kirsch- und Birnenbaum, in der ich mich in meine Träume schaukeln konnte, bis mir die dünnen Schnüre und Knoten ein Muster in den Po gedrückt haben ... :-)




    Ein kleiner Gruß aus meinem Garten :-)




    Morgen bin ich wieder lange unterwegs. Deshalb wünsche ich euch jetzt schon eine schöne Restwoche und einen guten Start in ein sommerfrohes Wochenende. Ich hoffe, ihr bleibt von Unwettern verschont.

    Alles Liebe für euch ... bis bald.


    Waldameise 02.07.2009, 19.46 | (18/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Russisch Roulette

    Nachricht vom B.etrie.bsrat: ... immer noch keine Einigung, was die S.ozia.lpläne (Abwrackprämie) anbelangt, ... wann und wer seine Papiere kriegt ... wer jetzt (noch) nicht ... und überhaupt ist ja jetzt erstmal Sommerfest angesagt. S.atz.techni.k und R.ed.aktion werden schon kommen. Die können unseren Wein mittrinken. Zum Wohl.

    Wir hatten das ja alles schonmal ... vor ein paar Jahren. Dann kam die neue GL ... und nun ist es wiedermal soweit. Diesmal sollen nicht alle Langjährigen rausgefiltert werden und der Rest gehen, sondern gestaffelt nach Jahrzehnt. Also von den 20-30 jährigen soundsoviel, von den 30-40 jährigen ... 40-50 usw.
    Und alles schön Schritt für Schritt, damit die "Ausgedünnte" keinen Schaden dabei nimmt.
    Keiner weiß also, ob und wann für ihn die Stunde schlägt.

    Und ich weiß immer noch nicht, auf welchen Schoß ich mich am 1.8. setzen darf. Vorausgesetzt, ich bekomme noch diesen Monat meine Papiere, gilt es, noch ein halbes Jahr zu überbrücken, wegen der unvermeidlichen Küfri. Vielleicht darf ich ja dann eine Verbleibende anlernen. Oder die mich. Schließlich soll künftig jeder alles können.

    Und wenn das funktioniert, gründe ich meinen eigenen Ver... ähm Firma. Ich weiß ja dann, wie`s geht ... lach.

    Waldameise 02.07.2009, 13.35 | (9/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Auf meine Weise

    Wenn sich die Blütenknospe schließt,

     

    das Abendlicht sein Gold vergießt,

     

     

     

    wenn Hummeln ihren Rückflug starten

     

    und alles ruhig wird im Garten,

     

     

     

    schick ich den lauten Tag auf Reise -


    genieß den Rest auf meine Weise.

    (C) Sunny


    Waldameise 30.06.2009, 16.37 | (16/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Rumpelecken

    Der Himmel zwingt uns ins Haus. Der scheint zu wissen, dass ich eigentlich meine Rumpelecken aufräumen sollte. Lach ... so mahnte mich meine Mom immer, wenn sich selbige wiedermal häuften. "Willst du nicht mal deine Rumpelecken aufräumen?" ...
    Warum hat sie mich das eigentlich immer gefragt, wo sie die Antwort doch bereits kannte? ;-)

    Auch heute will ich das nicht, es ist Sonntag. Aber ich sollte. Ich sollte dringend. Wenn man die ganze Woche auf Achse ist, bleibt halt bloß noch der siebte Tag.
    Eine Woche von putzfreudigen Stubentigern abgeschüttelte Katzenhaare und mehrere unter diversen Wohnmöbeln hausende, gemästete Wollmäuse warten auf ihren Kurztripp in den Staubsaugerbeutel.

    Zudem sollte ich endlich die auf ehemals freien Ablageplätzen im Haus gestapelten, mehr oder weniger wichtigen Formulare, Rechnungen, Zeitschriften, Kaugummieinwickel- und andere -papierschnipsel, drei unterschiedliche Schrauben, eine leere Monozelle, vier (immerhin unbenützte) Wundpflaster, einen Edd.ing, zwei Zweit-Lesebrillen, Clarkes "Überleben unter Franzosen" und 84 Cent in diversen Münzen ihren für sie vorgesehenen Aufbewahrungsort zuführen.



    Es regnet. Ja, immer noch. Ich könnte also loslegen. Ich lege gleich los. Gleich, wenn ich hier fertig bin ... ganz sicher. Schließlich ist das nicht alles, was sich angehäuft hat. Socken, T-Shirts, Hemden ... na was man halt so trägt ... sind auch nicht unbedingt eine schicke Deko. Schon klar. Also gut, dann frisch ans Werk ...

    Ich wollte euch ja eigentlich auch nur gaaaanz kurz berichten, welch überaus wichtige Dinge ich zu erledigen habe, und um euer Verständnis bitten, weil ich derzeit nicht bei euch vorbeischauen kann.
    Aber ich hole das nach, versprochen.
    Danke für eure Treue und lieben Zeilen, über die ich mich immer so freue.

    Was es sonst so neues gibt (ihr wisst schon), erzähl ich euch auch ein andermal. Hab heute echt keine Lust auf seelische Rumpelecken. Und vorallem auch keine Zeit.

    Es pieselt ... schüttet ... gießt ... plätschert ... strömt ... trommelt ...

    jahaaaaa, ich bin ja schon wech.

    Ich wünsch euch noch einen schönen, erholsamen Sonntag :-)



    Waldameise 28.06.2009, 13.39 | (15/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Bin


    a = ü

    Waldameise 27.06.2009, 16.29 | (9/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

    Emotionales

    So ganz heftige seelische Ausbrüche kann der Körper nicht gut verkraften, deshalb ebbt die Erregung ziemlich schnell wieder ab. Es sei denn, es handelt sich um einen Schock wegen eines so einschneidenden Erlebnisses, das das ganze Leben komplett verändern wird. Wie der Tod eines geliebten Menschens oder eine eigene schwere Erkrankung etc.

    Aber davon rede ich nicht, sondern von den Dingen des Lebens, die uns allen mehr oder weniger widerfahren und ebenso ihre Spuren hinterlassen.
    So passiert es manchmal, dass uns ein heftiges Ereignis für einen Moment total aus der Bahn wirft und wir das Gefühl haben, nun bricht die Welt zusammen. Das ist der Augenblick, in dem wir in ein tiefes Loch fallen und meinen, da nie wieder rauszukommen. Aber manchmal ist schon ein paar Tage später nichts von diesen Gefühlen übrig, weil wir uns schon wieder auf dem Weg aus dem Loch befinden. Manchmal sogar gestärkter als vor dem "Vorfall". Gottseidank ist das so.

    Schon oft habe ich im Nachhinein - also nach so einem Vorfall - gedacht, warum ich  jedesmal derart in Panik ausbreche, statt mir zu sagen ... ruhig Blut  ... alles wird wieder gut ... du kennst doch die Regel. Aber es hilft nichts, mein Herz schlägt wie blöd und ich möchte weinend und verzweifelt zusammenbrechen. Sehe keinen Ausweg und nur einen unüberwindlichen Berg vor mir. Dabei gibt es fast immer einen.

    Woher nehmen manche Menschen die Gelassenheit, über gewissen Dingen zu stehen? Ich weiß, durch Selbstsicherheit. Aber die waren zur Geburt nicht bei allen Menschen im Lieferumfang.

    Seufz ... aber was solls, es gibt halt solche Menschen und solche. Nur hab ich manchmal das Gefühl, über uns "leise Wesen" denkt der Rest der Menschheit, wir hätten einen an der Waffel. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema.



    Schön, diese Abendstimmung, gell? Ich liebe es. Vorallem wie hier nach einem schönen warmen Sommerregen ... ganz einsam und abgelegen, in besänftigender Stille ... wunderbar.
    Für die einen ist es der Fußballplatz oder die Kneipe, in der sie Zerstreuung vom Alltag finden. Das finde ich total okay. Ich hab genug Trubel um mich herum und suche halt lieber die Einsamkeit der Natur, wenn ich Abstand gewinnen möchte. Bin ich deswegen ein Außenseiter? Vielen Menschen begegne ich jedenfalls nicht auf meinen "einsamen Wegen" ... lach. Muss wohl so sein.



    Was meint ihr, hier zu sehen? Einen Holztransporter auf dem Highway? Könnte man meinen, ja. Aber es ist nur ein Feldweg, der zum Wald führt. Von dort aus hab ich diese Aufnahmen vom Sonnenuntergang gemacht, als dieser Truck plötzlich aus dem Wald gefahren kam. Ich sah meine Chance und hab die Situation eingefangen.
    Leider ist der untere Teil des Fotos etwas dunkel geraten. Aber ich wollte es nicht verändern, weil das die Stimmung total verfälschen könnte.


    Abendrot

    Zärtlicher Seelenbetupfer,

     

    der graue Spuren des Schicksals

     

    mit sanften Farben überdeckt,

     

    der meine Augen

     

    vom Schmerz der Verblendung heilt


    und mir den Glauben


    an den nächsten Tag schenkt.


    (C) Sunny




    Ich melde mich voraussichtlich erst Ende des Monats wieder und wünsche euch einen wunderschönen sonnenbeschienenen Start in den Sommer. Angelockt wird er ja schon auf einigen Blogs auf die schönste Weise. Da kann gar nichts mehr schief gehen.

    S onnenschein und Schäfchenwolken
    O ffene Fenster und Biergärten
    M otorräder und Heißluftballone
    M ücken, Bienen und Junikäfer
    E isbecher und Hawaiicocktail
    R osenduft und Lindenblüten
    F reibäder und Freilichtkinos
    E rdbeeren und Süßkirschen
    E istee und Mineralwasser
    L ust, Laune und viel Liebe
    I nnere Ruhe und Gelassenheit
    N ackte Füße und Sandalen
    G ewitterschauer und milde Nächte ...

    Machts gut ...

    Waldameise 20.06.2009, 22.42 | (20/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

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    Wissenschaft genügt nicht, um die Sprache der Natur zu verstehen. Für viele Menschen sind Poesie und Kunst verständliche Dolmetscher.
    Friedrich Ratzel





    In den Wäldern sind Dinge,
    über die nachzudenken

    man jahrelang
    im Moos liegen könnte.
    Kafka








    Die Erinnerung ist
    das einzige Paradies,
    aus dem man nicht
    vertrieben werden kann.
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